Reiten: Springen
Verletzte Ernsting sieht ihre Pferde in verlässlichen Händen

Münster -

Eine Schulteroperation vor drei Wochen sorgt aktuell dafür, dass Karin Ernsting nicht in den Sattel steigen kann. Doch ihre Pferde sind weiter unterwegs und mit verschiedenen Bereitern auch extrem erfolgreich.

Donnerstag, 06.12.2018, 12:02 Uhr aktualisiert: 08.12.2018, 23:26 Uhr
Torben Köhlbrandt arbeitet seit über zwei Jahren mit Karin Ernsting zusammen und reitet derzeit für die verletzte Münsteranerin die Pferde – wie hier in München die Stute Miss Bubbles.
Torben Köhlbrandt arbeitet seit über zwei Jahren mit Karin Ernsting zusammen und reitet derzeit für die verletzte Münsteranerin die Pferde – wie hier in München die Stute Miss Bubbles. Foto: imago

Auf die tägliche Arbeit mit den Pferden in ihrem Turnierstall muss Karin Ernsting (Foto) derzeit schweren Herzens verzichten. Nach einer geplanten Schulter-Operation vor drei Wochen nimmt die Springreiterin des RV St. Hubertus Wolbeck) nur eine Zuschauerrolle ein, noch bis zum Februar dauert ihre Zwangspause. Da ist es für die 55-Jährige beruhigend zu wissen, dass sie ein starkes Team hat, auf das sie sich im Alltag verlassen kann – und das zudem mit ihren Vierbeinern erfolgreich unterwegs ist.

Wie etwa Torben Köhlbrandt, der seit über zwei Jahren mit Ernsting zusammenarbeitet. Auf der letzten Station der DKB-Riders-Tour in München überraschte er im Großen Preis im Sattel der neunjährigen Miss Bubbles mit dem zweiten Platz und übertraf damit noch Rang zehn aus der Qualifikation. „Miss Bubbles ist unser Shootingstar“, sagt Ernsting, die vor zwei Jahren die Stute auf der Sunshine-Tour in Spanien erworben hatte. Zunächst blieb sie noch hinter dem zeitgleich gekauften Macao zurück, „auch weil sie in der Ausbildung deutlich zurück war“, wie Ernsting sagt. Doch in diesem Jahr zeigen auch die Ergebnisse der „etwas wilden“ Stute ihr ganzes Potenzial: Siebte im Großen Preis von Lier, Zweite in Riesenbeck und Vierte in Herning – immer mit Köhlbrandt, der einen eigenen Stall in Hembergen betreibt, im Sattel.

Neben dem 39 Jahre alten Köhlbrandt hat Ernsting mit Stephan Naber einen weiteren verlässlichen Reiter in ihrem Team. Der 28-Jährige, der eine Dreiviertelstelle bei der Münsteranerin hat, arbeitete zuvor fünf Jahre beim Gestüt Massener Heide und kam nach einem Intermezzo bei Sarah Nagel-Tornau an den Haus-Kleve-Weg. Ein Glücksfall für beide Seiten. „Ich bin sehr froh, dass ich Stephan für uns gewinnen konnte“, sagt Ernsting nicht nur wegen des sechsten Platzes im Finale der Youngster-Tour von München, die er mit der achtjährigen Cinzano Rose bestritt. Eine Paarung mit Zukunft. „Die beiden passen sehr gut zusammen“, meint Ernsting, die für das Duo auf einen Startplatz beim K+K-Cup im Januar in der Halle Münsterland hofft.

Anschließend geht es schon wieder raus aus der Halle und erneut nach Andalusien zur Sunshine-Tour. Beide Reiter und viele Pferde gehören dann zum Tross Ernstings, die bei optimalem Heilungsverlauf dort auchselbst wieder im Sattel sitzen könnte. Bis dahin bleibt ihr nur, sich weiter in Geduld zu üben – nicht immer einfach für eine Leistungssportlerin. Das Wissen, verlässliche Kräfte um sich zu haben, hilft ihr aber: „Es ist wichtig, dass die beiden im Team sind. Sie halten es am Laufen.“ Und das trägt sicher auch einen Teil zu ihrer Genesung bei.

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