Reiten: „Rosendorf Classics“
RV Seppenrade 2018 eiskalt erwischt

Seppenrade -

Vieles hat sich in zehn Jahren beim hoch dotierten Turnier des RV Seppenrade in der Bauerschaft Ondrup bewährt. Allerdings wartet das Orga-Team um RV-Vize Alfred Helmig vor der elften Auflage mit einer Neuerung auf.

Dienstag, 05.03.2019, 18:32 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 18:40 Uhr
Gewannen 2018 das mit 10 000 Euro dotierte Hauptspringen: Frank Brücker (RV Jagdfalke Brünen) und sein Holsteiner Wallach Largo.
Gewannen 2018 das mit 10 000 Euro dotierte Hauptspringen: Frank Brücker (RV Jagdfalke Brünen) und sein Holsteiner Wallach Largo. Foto: flo

Alle reden übers Wetter. Alfred Helmig auch. Mit Schaudern denkt der stellvertretende Vorsitzende des RV Seppenrade an die zehnte Auflage der „Rosendorf Classics“ im Vorjahr zurück. Drei Tage sei die Heizung auf vollen Touren gelaufen. Gegen das zwischenzeitliche Schneetreiben und vor allem den scharfen Ostwind kam sie trotzdem nicht an. Der hielt zwar Pferd und Reiter keinesfalls von einem Start beim hochklassigen Turnier in der Bauerschaft Ondrup ab („95 Prozent der gemeldeten Paare sind bei uns gegangen“). Wohl aber habe der späte Wintereinbruch „uns etliche Besucher gekostet“.

Drei-Sterne-S-Springen am Schlusstag

Insofern wird Helmig in den kommenden Tagen durchaus bangen Blickes verfolgen, wie sich die Temperaturen im Hinblick auf die elfte Austragung vom 22. bis zum 24. März (Freitag bis Sonntag) entwickeln. Nur: Ändern könne er das Wetter erstens eh nicht. Und zweitens tue es der Qualität der Veranstaltung ja auch keinen Abbruch. Abermals acht S-Springen stehen auf dem Programm. Höhepunkt ist, wie gehabt, der mit 10 000 Euro dotierte Große Preis am Schlusstag, eine Drei-Sterne-Prüfung samt Stechen.

Auch die Zahl der Nennungen bewegte sich am Stichtag vergangene Woche auf Vorjahresniveau, Helmig rechnet mit etwa 1300 Starts. Einziger kleiner Wermutstropfen: Am gleichen Wochenende steigen in Braunschweig die noch etwas prominter besetzten „Löwen Classics“. „Kann schon sein, dass der eine oder andere Springreiter lieber dort seine Pferde sattelt“, so der RV-Vize. Dafür kollidieren die „Rosendorf Classics“ – anders als 2018 – nicht mit der zuschauerträchtigen Hengstschau des Herberner Gestüts Ligges.

„Late-Entry“-Dressur

Die Idee, die „Rosendorf Classics“ mit einer Dressurveranstaltung zu koppeln, lag irgendwie nahe. „Den Boden ein zweites Mal aufzubereiten, die Anlage komplett neu herzurichten: All das entfällt ja bei einem vorgeschalteten Turnier“, weiß Orga-Chef Alfred Helmig. Bereits beim Pfingstturnier hätten sie in Ondrup in der Vergangenheit mit dem Gedanken gespielt, ein separates Dressur-Event abzuhalten. Nur: „Über die Feiertage gibt es traditionell vier, fünf solcher Veranstaltungen, die einander gegenseitig die Starter abjagen“, weiß Helmig. Daher also in diesem Jahr die Premiere als sogenanntes Late Entry (Nennungsschluss unmittelbar vor dem Turnier). Je vier Prüfungen stehen am 16. und am 17. März (Samstag/Sonntag) auf dem Programm, darunter ein Prix St. Georges auf S*-Niveau. Gerade erst war Helmig beim „Late Entry“ in Datteln: „Das ist für die Reiter wie fürs Publikum ein sehr attraktives Turnier. Da kommen regelmäßig die Stars der Dressur-Szene, um ihre Nachwuchspferde zu testen.“

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