Dressurreiten
Goldenes Reitabzeichen für Anna-Lena Vosskötter vom RV Ostbevern

Ostbevern -

Ihre erste Prüfung der schweren Klasse gewann Anna-Lena Vosskötter 2015. Jetzt bekam die Dressurreiterin des RV Ostbevern das Goldene Reitabzeichen verliehen – mit erst 20 Jahren. Die Studentin hat gelernt, ihren großen Ehrgeiz in der richtigen Dosis einzusetzen.

Donnerstag, 15.08.2019, 19:00 Uhr
Anna-Lena Vosskötter wurde im Rahmen der Westfälischen Meisterschaften in Greven-Bockholt geehrt.
Anna-Lena Vosskötter wurde im Rahmen der Westfälischen Meisterschaften in Greven-Bockholt geehrt. Foto: privat

Einige Reiter müssen sich lange Jahre gedulden, bis ihnen das Goldene Reitabzeichen verliehen wird. Andere versuchen es im Laufe ihrer Karriere bis zum Schluss vergeblich. Anna-Lena Vosskötter hat es jetzt schon bekommen. „Das ist ein großer Meilenstein für mich – ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Das war mein Ziel, aber dass ich es schon mit 20 Jahren schaffe, hätte ich nie gedacht“, strahlt die Dressurreiterin des RV Ostbevern. Die Auszeichnung, die zu den höchsten im Reitsport gehört, erhielt die Studentin im Rahmen der Westfälischen Meisterschaften in Greven-Bockholt.

Voraussetzung für diese Ehrung sind zehn Siege in der schweren Klasse, davon mindestens einer in einer Zwei-Sterne-Prüfung. Zum ersten Mal eine S-Dressur gewann Vosskötter 2015 mit Hydalra, damals noch auf der Junioren-Tour. Ein Jahr zuvor war die Ostbevernerin Westfälische Meisterin in der Pony-Dressur geworden. 2017 und 2018 holte sie jeweils Silber bei den Landesmeisterschaften der Jungen Reiter. In München feierte sie im vergangenen Jahr als Vierte mit dem Pferd Insterlana ihre bislang beste Platzierung bei Deutschen Jugendmeisterschaften.

Sie ist im positiven Sinn sehr hartnäckig.

Heike Ingebrand

„Ich bin ganz, ganz stolz auf Anna-Lena. Die gemeinsame Arbeit mit ihr macht immer sehr viel Spaß“, sagt Heike Ingebrand , seit elf Jahren ihre Trainerin. Die Ostbevernerin beschreibt ihre Schülerin so: „Sie kann sich gut konzentrieren, verfolgt ihre Ziele ganz zielstrebig und gewissenhaft. Sie ist geduldig und im positiven Sinn sehr hartnäckig.“

„Ja, mittlerweile bin ich positiv ehrgeizig“, lächelt Vosskötter. Sie musste lernen, ihren Eifer in der richtigen Dosis einzusetzen. „Das habe ich inzwischen geschafft“, sagt sie. „Ich bin fleißig, habe immer neben der Schule und jetzt neben dem Studium geritten, so gut es zeitlich ging.“ Die 20-Jährige betont: „Ich verbringe sehr viel Zeit mit meinen Pferden, und das mache ich jeden Tag sehr gerne.“

Schon elf S-Siege

Ihre S-Siege Nummer neun und zehn schaffte Vosskötter beim Turnier des RV Alt-Marl im Dezember 2018. Inzwischen hat sie schon ein elftes Mal eine Prüfung der schweren Klasse gewonnen. Dass sie erst jetzt das Goldene Reitabzeichen verliehen bekam, hat persönliche Gründe. „Greven liegt in der Nähe, ich war schon öfter bei den Westfälischen Meisterschaften und kenne die Veranstalter“, erklärt Vosskötter. Sie hätte sich die Zeremonie beim Heimturnier des RVO am übernächsten Wochenende (23. bis 25. August) gewünscht – so wie bei ihrer älteren Schwester Theresa vor genau zwei Jahren. „Dann bin ich aber leider schon weg“, sagt Anna-Lena Vosskötter.

Reiten ist ein Familien-Hobby bei uns.

Anna-Lena Vosskötter

Sie studiert Betriebswirtschaftslehre in Osnabrück und absolviert jetzt ein Auslandssemester in den USA, im kalifornischen Monterey. Um ihre Pferde muss sie sich keine Sorgen machen. Die werden während dieser Zeit von Heike Ingebrand geritten und von Kathrin Brückner, einer weiteren engen Wegbegleiterin – und natürlich von ihren Schwestern Theresa und Franziska. „Reiten ist ein Familien-Hobby bei uns“, sagt Anna-Lena Vosskötter. „Wir unterstützen uns alle gegenseitig. Ohne Papa und Mama wäre das bei mir neben Schule und Studium alles gar nicht möglich gewesen.“ Vater Dietmar Vosskötter hat die Reit-Grundlagen bei seinen Töchtern gelegt.

Im Januar kommt Anna-Lena Vosskötter aus Amerika zurück. Dann sitzt die Dressurreiterin sofort wieder im Sattel. Ihr zwölfter Sieg in der Klasse S dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

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