Reiten: Bundeschampionate
Markus Scharmann: „Warendorf ist das Mekka der jungen Pferde“

Warendorf -

1986, als Zehnjähriger, erlebte Markus Scharmann seine ersten Bundeschampionate bei seinem Heimatverein RV Vornholz. Knapp neun Jahre später beteiligte er sich im Helferteam.

Mittwoch, 04.09.2019, 11:08 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 18:01 Uhr
Nicht so im Regen stehen wie hier möchte in dieser Woche der neue Turnierleiter Markus Scharmann.
Nicht so im Regen stehen wie hier möchte in dieser Woche der neue Turnierleiter Markus Scharmann. Foto: René Penno

Wiederum zehn Jahre darauf nahm er als Springreiter sogar selbst teil. Die 26. Auflage der Veranstaltung wird der 43-Jährige nun als neuer Turnierleiter erleben.

Begeisterter Pferdenarr

„Ich bin begeisterter Pferdenarr und freue mich riesig, dass ich diese Aufgabe übernehmen durfte“, sagt Scharmann , der in den zurückliegenden Jahren in der Jury zur Vergabe des Tierschutzpreises saß und nun Carsten Rotermund , der zum Westfälischen Pferdstammbuch gewechselt ist, beerbt. Von 2007 bis 2018 war dieser in der Funktion des Turnierleiters tätig.

„Carsten steht mir immer noch mit Rat und Tat zur Seite. Die Aufgabe ist zwar anspruchsvoll und komplex – letztlich sind die Bundeschampionate aber fest in den Händen der Mitarbeiter des Veranstaltungsbüros. Das sind richtig erfahrene Leute, die das Turnier wie ihre Westentasche kennen“, sagt Scharmann.

Das wiederum bedeute nicht, dass die Veranstaltung vollkommen eingefahren ist. Im Gegenteil: „Im Grunde schaut jeder, an welcher Stellschraube wir noch drehen können, um das Turnier noch besser zu machen“, sagt der 43-Jährige.

53 Prüfungen für 841 Vierbeiner

Insgesamt 841 Pferde und Ponys werden ab heute bis Sonntag in Warendorf erwartet. Insgesamt 53 Prüfungen werden geritten. „Wir als Veranstalter haben den Anspruch, so gute Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich Reiter und Pferde wohlfühlen und in der Lage sind, den Anforderungen gerecht zu werden“, sagt der Pferdewirtschaftsmeister aus Ennigerloh.

Mehrere Neuerungen

Gleich mehrere Neuerungen wird es daher in diesem Jahr geben, die vornehmlich die Unterbringungssituation verbessern sollen. So sollen beispielsweise die jüngsten Pferde – die dreijährigen Hengste, Walle und Stuten – in den 59 festen Boxen auf der Anlage des Bundesstützpunktes untergebracht werden. Auch die Stallzelte werden verkleinert, statt 40 gibt es nur noch zwischen 24 und 32 Boxen pro Zelt – dass soll den Pferden mehr Ruhe verschaffen. Unruhige Pferde können mit flexiblen Trennwenden, von den Nebenpferden separiert werden, so dass kein Sicht- und Körperkontakt möglich ist.

„Ich glaube, die Bundeschampionate sind mittlerweile eine Marke. Die Züchter wollen ihre Pferde hier zeigen. Das wollen wir nutzen und weiter ausbauen, damit Warendorf als Mekka der jungen Pferde wahrgenommen wird“, sagt Scharmann.

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