Fußball
„Da war Pfeffer drin“

Saerbeck -

Michael Fleddermann hat das Training beim SC Falke Saerbeck aufgenommen. Der erfahrene Coach war angetan von der Motivation, mit der die Spieler zu Werke gingen.

Donnerstag, 18.07.2013, 00:07 Uhr

Trainingsauftakt beim SC Falke Saerbeck, wo jetzt Michael Felddermann (oben, Zweiter von rechts) das Zepter schwingt.
Trainingsauftakt beim SC Falke Saerbeck, wo jetzt Michael Felddermann (oben, Zweiter von rechts) das Zepter schwingt. Foto: Carolin Schäffer

Er hat schon Fußball gespielt, als die Bälle noch aus Leder waren und bringt die geballte Fußballerfahrung aus vielen Jahren aktiven Daseins in höherklassig spielenden Vereinen mit sowie die Routine aus vielen Trainerjahren. Doch am Mittwochabend überfiel dem neuen Trainer des SC Falke Saerbeck, Michael Fleddermann, ein leises Prickeln. „Man weiß ja nie, was kommt“, sagt er, „doch es hat richtig Spaß gemacht, die Jungs haben alle gut mitgezogen“.

17 Spieler waren anwesend, um den Trainer und seine Methoden kennenzulernen. „Ein paar Studenten fehlten noch“, stellte er fest. Dieses Phänomen werde ihn auch wohl noch in den nächsten paar Wochen begleiten. Schließlich schrieben die Studenten gerade ihre Klausuren. „Wir retten uns wohl über diese Zeit“, sagt Fleddermann. Wichtig sei, dass die Jungs mitzögen. Und das stellte er am Mittwochabend im Saerbecker Rund fest. „Da war von Beginn an Pfeffer drin, die Jungs sind willig.“

Zu Beginn sei es schwierig, sich die Namen einzuprägen, doch Fleddermann weiß sich zu helfen. Lehrer machen sich einen Sitzplan. Fleddermann muss seine Spieler in Bewegung halten, was die Sache erschwert. „Ich spreche sie sehr oft an“, sagt er.

Einige Spieler wird er erst in den kommenden Wochen begrüßen können. „Mir fehlen da schon ein paar wichtige Studenten“, sagt Fleddermann. Fabian Erber, Carsten Winkelmann, Felix Steuter und Volker Sundermann müssten derzeit büffeln, Bertram Schütz mache derzeit seinen Bachelor, Pascal Voß müsse für drei Wochen in die USA. „Das macht sich dann im Training auch bemerkbar“, sagt Fleddermann, der „die Kirche im Dorf lassen“ will. Jetzt sei die Zeit für die Jungs aus der zweiten Reihe, sich dem Trainer zu zeigen. „Jeder bekommt seine Chance“, verspricht er.

Sein Verhalten habe sich in den vergangenen Jahren durchaus verändert. Und das der Spieler auch. „Zu meiner Zeit gab‘s nur Fußball, heute ist das anders. Da gibt es zum Beispiel auch das Studium und die Freundin.“ Das müsse man dem einzelnen Spieler auch zugestehen. „Das Schlimmste ist es heutzutage als Trainer, wenn man sein eigenes Ding durchziehen will, ohne Rücksicht auf die Spieler zu nehmen. Das funktioniert nicht.“ Natürlich seien gewisse Regeln einzuhalten. „Nicht nur um die Mannschaftskasse zu füllen.“ Es müsse eine Linie da sein, Regeln, die einzuhalten seien. „Man meldet sich nicht per SMS ab, sondern ruft den Trainer an. Dann überlegt es sich der ein oder andere Spieler noch einmal, ob er tatsächlich nicht zum Training kommen kann.“

Konkrete Ziele will er nicht nennen, „vielleicht so um Platz fünf herum“. Oben spielten Teams wie die ISV, Preußen Lengerich und sicher auch TuS Recke mit Maik Klostermann. „Ein gewisser Aderlass ist da, aber man kann ja nie wissen, wie sich die übrigen Spieler entwickeln“, glaubt Fleddermann an das Potenzial in seinem Team.

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