Spaß steht im Vordergrund
Sassenberger Triathlon in der Miniausgabe

Sassenberg -

Kurzfristig hatten sich die Organisatoren des VfL Sassenberg dazu entschlossen, den ursprünglich abgesagten Triathlon doch noch durchzuführen. Als Staffelwettbewerb, ohne großen Aufwand – so, wie es vor 26 Jahren einst begann.

Sonntag, 04.08.2013, 15:08 Uhr

Wilhelm Spikker, der ehemalige Organisator, nahm diesmal selbst am Triathlon auch teil.
Wilhelm Spikker, der ehemalige Organisator, nahm diesmal selbst am Triathlon auch teil. Foto: R. Penno

Es war alles irgendwie kleiner. Zwei, drei Nummern als in den vergangenen Jahren. Keine Startleine, keine Lautsprecher, auch der Zielbereich war improvisiert. Kein großes Drumherum – der Sassenberger Triathlon 2013 wusste auch in der Miniausgabe zu gefallen. „Es kommt nicht auf die Minute an“, lautete ein Slogan im Ablaufplan auf der Website der Veranstaltung. Und in der Tat: Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund.

Kurzfristig hatten sich die Organisatoren des VfL Sassenberg dazu entschlossen, den ursprünglich abgesagten Triathlon doch noch durchzuführen. Als Staffelwettbewerb, ohne großen Aufwand – so, wie es vor 26 Jahren einst begann. Das hatte Charme. 66 Staffeln machten mit, am Ende siegte das TriTeam21 aus Warendorf mit Peter Leifer als Schwimmer, Joe Schleicher als Radfahrer und Jürgen Scherg als Läufer. Das Team vom TriSpeed Marienfeld kam mit rund einer Minute Rückstand auf Platz zwei. Trotz verbissener Aufholjagd.

In sechs Wochen hatten Anette Lison und ihre Team die Veranstaltung gestemmt. Alle Anträge abgegeben. Die Entsandungsarbeiten sind vorübergehend eingestellt, diese Chance wollte sich der VfL nicht entgehen lassen. Fällt die Veranstaltung einmal aus, könnte es für immer vorbei sein. Beispiele gibt es genügend. „Wir wollten eine kleine Geschichte daraus machen“, erklärte Anette Lison. Schnell erinnerten sie sich in Sassenberg an die Premiere des Staffelwettbewerbs im vergangenen Jahr. „Das hatte so viele motiviert“, so Lison. Gemeldet hatten sich für Samstag 66 Staffeln. Ein Ergebnis, mit dem wohl keiner gerechnet hatte.

Zusammen mit Wilhelm Spikker, der die Leitung der Veranstaltung im vergangenen Jahr in andere Hände gelegt hatte, wurde rasch ein Wettbewerb auf die Beine gestellt. Auch wenn Spikker selbst nicht mehr im Rampenlicht stehen wollte, er schwang sich lieber aufs Rad und machte mit. Mit Tipps fungierte er aber als Ratgeber.

Das Knowhow stand, es musste noch Sponsoren und Helfer gefunden werden. Das gelang; Athleten, Familienangehörige und Zuschauer hatten ihren Spaß. Ob es 2014 auch weitergeht? „Das wissen wir noch nicht“, sagt Anette Lison. Schließlich muss das Umfeld stimmen. Das eine Jahr Pause nach dem 25-jährigen Jubiläum als bisheriger Höhepunkt habe aber gut getan. „Jetzt müssen wir dranbleiben“, sagt Anette Lison. „Wir wollen den Sassenberger Triathlon auf keinen Fall sterben lassen.“ Deutschlandweit gibt es nur wenige Veranstaltungen, die eine ähnliche Bilanz vorweisen können. Selbst eine kleine Lösung wie am Samstag zeigte, wie beliebt der Triathlon am Feldmarksee ist und keinesfalls als Notlösung wirkte.

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