Kreispokal
45 starke Minuten reichen nicht

Warendorf -

Trotz einer engagierten, spielerisch sehenswerten Leistung schied die Warendorfer SU am Donnerstagabend im Halbfinale des Kreispokals aus.

Donnerstag, 06.04.2017, 23:04 Uhr

Im ersten Durchgang des Halbfinales im Kreispokal war die WSU-Elf von Laurence Wacker (v.) die klar bessere Elf, wie der Nullachter Franz Ulrich Klose in dieser Szene liefen die Gäste häufig hinterher.
Im ersten Durchgang des Halbfinales im Kreispokal war die WSU-Elf von Laurence Wacker (v.) die klar bessere Elf, wie der Nullachter Franz Ulrich Klose in dieser Szene liefen die Gäste häufig hinterher. Foto: R. Penno

Der klassenhöhere Landesligist SC Münster 08 zog verdient, wenn auch vom Ergebnis zu deutlich, ins Finale ein, wo die Schützlinge von 08-Coach Mirsad Celebic nun auf den Sieger der Partie BSV Roxel gegen 1. FC Gievenbeck (13. April) trifft.

Hätte die Elf von WSU-Trainer Johannes Zurfähr bei der 1:4 (1:0)-Heimniederlagen am Donnerstagabend im ersten Durchgang nachgelegt, was möglich war, wäre eine Vorentscheidung zugunsten der Hausherren drin gewesen.

Die Münsteraner mussten wegen einiger Ausfälle mit einer sehr jungen Mannschaft antreten. Zudem musste der 08-Übungsleiter schon im ersten Durchgang den erfahrenen Philip Grabowski (28.) vom Feld nehmen. Zu diesem Zeitpunkt führte der Bezirksligist, der zuvor schon gute Gelegenheiten durch Fabian Schütte (9.) und Felix Mersmann (21.) hatte, verdient mit 1:0. Einen Konter, eingeleitet durch einen langen Ball von Loris Theres , schloss Fahri Malaj (24.) mit einem Heber über 08-Keeper Lukas Toboll überlegt zum Führungstreffer ab.

Vor der Pause vergab noch Laurence Wacker (41.) und direkt nach Wiederanpfiff Felix Mersmann (46.). Anschließend verließ die Warendorfer das bis dahin gezeigte Selbstvertrauen – die Ballverluste mehrten sich, allerdings auch, weil die Gäste nun deutlich weiter vorn attackierten. „Ich weiß auch nicht, warum unser Selbstbewusstsein in der zweiten Halbzeit immer geringer wurde“, rätselte Zurfähr nach dem Schlusspfiff.

Die spielstarken Nullachter konnten plötzlich leichter kombinieren und kamen so dem Ausgleich immer näher. Schließlich fiel dieser vom Punkt. Nach einem Warendorfer Ballverlust in der eigenen Hälfte marschierte Nils Johannknecht – zunächst nur begleitet von Loris Theres – über die rechte Seite bis zur Grundlinie durch. Als der Münsteraner in den Rücken der WSU-Abwehr flanken wollte, traf Theres ihn im Strafraum regelwidrig am Fuß. Den fälligen Strafstoß, die erste echte Chance der Gäste, verwandelte Frederik Schulte (65.) sicher zum Ausgleich.

Einen weiteren Patzer im WSU-Aufbau nutze Schütte sechs Minuten später zum Führungstreffer. Als dann bei einer Flanke Loris Theres der Ball beim Abwehrversuch vom Fuß an die eigene Hand prallte, war innerhalb von elf Minuten die Partie gedreht und entschieden. Den nicht zwingend zu verhängenden zweiten Strafstoß der Begegnung verwandelte Patrick Fechtel (76.) zum vorentscheidenden 3:1.

Die Warendorfer gaben zwar nicht auf, aber die Abstimmung in der Abwehr war dahin. Kurz vor dem Ende nutzte Steffen Dondrup (89.) die WSU-Konfusion am eigenen Strafraum zum 4:1-Schlusspunkt.

WSU: Gerdhenrich – Theres (76. P. Grothues), Fischer, Kieskemper, Schwienhorst – Schütte, Wacker, Märten (68. B. Grothues), Bonin, Mersmann (79. Steinkamp) – Malaj. – Tore: 1:0 Malaj (24.), 1:1, 1:2 Schulte (65. / FE, 71.), 1:3 Fechtel (76. / HE), 1:4 Dondrup (89.).

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