Sassenberger Triathlon
Jakisch fehlen zwei Minuten

Sassenberg -

Der Feldmark-Triathlon 2017 ist schon wieder Geschichte. 30 Jahre alt wurde die Veranstaltung am Wochenende, gekommen waren über 1600 Teilnehmer. Das war ein Ergebnis, wie es sich die Veranstalter um Paul Lockwood-Lee nicht erträumt hatten.

Montag, 07.08.2017, 17:08 Uhr

Jubel im Ziel: Moritz Belmann vom ASC Darmstadt gewann die Volksdistanz in Sassenberg.
Jubel im Ziel: Moritz Belmann vom ASC Darmstadt gewann die Volksdistanz in Sassenberg. Foto: René Penno

„Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Lockwood-Lee . Alles ging wieder glatt über die Bühne, der Regen vom Samstag war längst wieder vergessen.

Sassenberger Feldmark-Triathlon, Tag 2

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  • Sassenberger Feldmark-Triathlon, Tag 2 Foto: R. Penno
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  • Sassenberger Feldmark-Triathlon, Tag 2 Foto: René Penno
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Veranstaltungen wie die in Sassenberg sind auch bekannt für ihre kleinen Ge-schichten an Rande, der Triathlon ist wie gemacht dafür. Schwimmen, Radfahren und Laufen – diese Kombination gilt noch immer als eine Herausforderung. Egal über welche Distanz. Und immer wieder sind Sportler dabei, die am Feldmarksee zum ersten Mal ein solch einem Wettkampf teilnehmen.

Der Warendorfer Christian Stratmann ist so einer. Sportlich war er schon immer. Um sich aber ein Ziel zu setzen und dafür zu belohnen, entschloss er sich zum Start in Sassenberg. Normalerweise nutzen Debütanten die Volksdistanz, um mal rein-zuschnuppern. Christian Stratmann war das noch zu kurz. Er wollte bei der Kurzdistanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen mitmachen. Gesagt, getan. Tipps, wie sich beim Schwimmstart etwas zurückzuhalten, um dem engsten Gedränge und einer „Schlägerei“, wie der Kampf um die besten Plätze bei den Triathleten auch genannt wird, aus dem Weg zu gehen, schlug er in den Wind. „Wenn schon, dann richtig“, sagte er sich. Und was Stratmann im Wettkampf zeigte, konnte sich sehen lassen. Am Ende wurde er 38. – nach 2:34:36 Stunden. Auch die Zeit konnte sich sehen lassen. Freunde und Familienmitglieder rieben sich verwundert die Augen. Das spezielle Schwimmtraining und die vielen Radkilometer hatten sich ausgezahlt. „Und laufen konnte ich schon immer“, meinte Christian Stratmann. „Dass es aber so gut läuft, damit hätte ich nie gerechnet.“

Seinen Einstieg in den Triathlon hatte Jann-Paul Ja-kisch vor zwei Jahren eben-falls in Sassenberg. Damals wollte er einfach mal das probieren, was Vater Thomas schon lange vorlebte. Inzwischen ist Jakisch Junior vom Triathlon-Virus infiziert und sammelt tolle Platzierungen am laufenden Band. In Sassenberg beendete er die Volksdistanz auf Rang sechs, nachdem er als Erster nach dem Radfahren in die Wechselzone gestürmt war. „Das Laufen war hart“, meinte Jann-Paul Jakisch. „Ich habe alles reingelegt.“ Zum Sieger, Moritz Belmann aus Darmstadt, fehlten dem 19-Jährigen nur knapp zwei Minuten.

Ein Stück Geschichte schrieb auch Dennis Krönkemeier. Nach 4:31:52 Stunden war der Kölner der Sieger der zum ersten Mal ausgetragenen „echten“ Mitteldistanz. „Es ist der Kampf gegen sich selbst, der mich antreibt“, erklärte Krönkemeier seine Motivation, sich über insgesamt 113 Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen zu schinden. Der Lohn waren acht Minuten Vorsprung vor dem Zweiten, Ralf Biernatzki aus Warstein. Nur vier Wochen nach seiner ersten Langdistanz bei der Challenge Roth wurde der 22 Jahre alte Warendorfer Markus Schulte-Bories Fünfter. „Die Beine waren aber noch sehr schwer, das habe ich auf dem Rad und beim Laufen gespürt“, meinte Schulte-Bories, den Start vor der Haustüre wollte er sich aber nicht nehmen lassen.

Beim Militär-Triathlon-Cup der Frauen stand eine Warendorferin ganz oben: Cornelia Sander absolvierte ihren zweiten Start am Wochenende, nachdem sie am Samstag bereits bei der Militär-WM mitgemacht hatte. „Ich wollte den dritten Sieg in Folge“, sagte sie. Dieser Wille trieb sie trotz der Strapazen an, mit Kerstin Stegemann stand eine weitere Athletin aus der Bundeswehr-Sportschule als Zweite auf dem Podium.

 

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