Handball: Kreisliga
Warendorfer SU verpasst Überraschung in Everswinkel

Everswinkel/Warendorf -

Die dicke Überraschung lag in der Luft. Doch am Ende scheiterte die WSU im Duell der Reserveteams hauchdünn am favorisierten SC DJK.

Montag, 11.02.2019, 16:16 Uhr
Nach dem Derby waren beide Trainer zufrieden: Der Warendorfer Dirk Tönnies (links) wegen der guten Leistung seines Teams, der Everswinkeler Thomas Stelthove wegen des Ergebnisses.
Nach dem Derby waren beide Trainer zufrieden: Der Warendorfer Dirk Tönnies (links) wegen der guten Leistung seines Teams, der Everswinkeler Thomas Stelthove wegen des Ergebnisses. Foto: Marcel Schulz

Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Diese alte Weisheit galt auch im Kreisliga-Duell zwischen den Reserveteams aus Everswinkel und Warendorf. Über 55 Minuten lag der stark abstiegsgefährdete Außenseiter aus der Emsstadt in Führung. Erst in der Schlussphase drehte der SC DJK Everswinkel die Partie und landete einen 29:27 (10:13)-Heimerfolg.

Die Hausherren fanden in der ersten Halbzeit nicht richtig ins Spiel. Nur beim Stand von 5:4 (12. Minute) lagen sie einmal in Front. Ansonsten suchten sie zu überhastet den Abschluss und verloren dadurch sowohl im Gegenstoß als auch im gebundenen Spiel leichte Bälle. Die Sportunion, die sich über 10:7 (21.) eine 13:10-Pausenfürung erarbeitete, agierte ballsicherer. WSU-Spielmacher Cajus Hippler setzte seine Mitspieler gut ein oder traf selbst erfolgreich aus dem Spiel und vom Siebenmeterpunkt.

Rot für Wagner

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Warendorfer, jetzt angeführt von Felix Hippler, auf 19:13 (37.). Immer wieder musste der SC DJK Schlagwurftreffer von ihm hinnehmen. In der 38. Spielminute sah der Everswinkeler Chris Wagner dann eine harte Rote Karte, da er seinen Gegenspieler beim Block im Gesicht berührte. Als die WSU nach 45 Minuten mit 22:16 in Front lag, deutete alles auf eine dicke Überraschung hin.

WSU bricht ein

SC-DJK-Trainer Thomas Stelthove nahm daraufhin zwei Warendorfer Angreifer in Manndeckung. Noch bis zum 26:22 (51.) behauptete sich die WSU gut. Anschließend stand die offensive Abwehr des SC DJK hervorragend und schaltete bei Ballgewinnen blitzschnell um. Die Vitus-Handballer, allen voran Spielgestalter Aaron Loick-Feidieker, markierten jetzt plötzlich Treffer um Treffer und gewannen gegen kräftemäßig deutlich nachlassende Gäste mit 29:27.

Tönnies: Unglückliche Niederlage

„Das war wirklich eine sehr unglückliche Niederlage“, bilanzierte WSU-Coach Dirk Tönnies, „in unserer jetzigen Situation verliert man so ein Spiel leider. Im Vergleich mit den Vorwochen bin ich mit der Leistung aber zufrieden. Am Ende war die Luft raus, wir hatten zwei verletzte Spieler und Everswinkel daher die bessere Bank.“

Stelthove: 50 schwache Minuten

Sein Gegenüber Thomas Stelthove wirkte trotz des Siegs weniger zufrieden mit der Leistung seiner Mannen. „50 Minuten haben wir nicht gezeigt, was wir im Training geübt haben. Das zieht sich momentan bei uns so durch“, berichtete Stelthove, „der Wachrüttler war dann die Rote Karte. Zum Erfolg haben außerdem dann unsere offensivere Deckung und Keeper Felix Bockholt beigetragen.“

Everswinkel II: Bockholt, Tresp – Loick-Feidieker (9/4), Rauer (6), Siemann (4), Behrens (3), Hartmann (2), Boekhoff, Lüchtefeld, Paterson, Schröder, Schulz (je 1), Wagner. Warendorf II: Baune, Hülsmann – C. Hippler (10/6), F. Hippler (6), Schmitz (5), Urban (2), Boortz, Erpenbeck, Schleicher, Tönnies (je 1), Ekk, Damhuis.

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