Reiten: WM der Islandpferde
Ohne Feuer, Asche und Gerumpel: Staffettenreiter beim DOKR in Warendorf

Kreis Warendorf -

Auf ihrem Weg zur Islandpferde-Weltmeisterschaft nach Berlin machten 15 Reiter und Reiterinnen Halt beim DOKR in Warendorf. In 38 Etappen reiten sie rund 600 Kilometer aus den Niederlanden bis in die Bundeshauptstadt.

Donnerstag, 18.07.2019, 10:16 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 10:26 Uhr
Reiten: WM der Islandpferde: Ohne Feuer, Asche und Gerumpel: Staffettenreiter beim DOKR in Warendorf
Foto: Ulrich Schaper

Vor einigen Jahren war der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ein gewaltiger Aufreger. Er spie Feuer und Asche und legte in halb Europa den Flugverkehr lahm. Satiriker wanden zurecht ein, dass der Name des Vulkans ein ähnliches Ereignis sei, wie der Vulkanausbruch selbst. Wie dem auch sei – die Isländer können auch ganz anders. Ohne großes Gerumpel, ohne Feuer und sogar fast unbemerkt schlich sich eine berittene Gruppe kürzlich quer durchs Münsterland. Ihr Ziel: die Weltmeisterschaft der Islandpferde, die vom 4. bis 11. August in Berlin-Karlshorst stattfindet. Dort überreichen die Reiter am Eröffnungstag den Staffettenstab mit der Grußbotschaft des Ausrichters der letzten Islandpferde-WM an die Ausrichter der diesjährigen WM.

Ihre Werbetour begann am 28. Juni im niederländischen Oirschot. Beim Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei ( DOKR ) in Warendorf machten sie nun nach 373 Kilometern Wegstrecke eine kurze Rast, ehe sie ihren Ritt fortsetzten.

Immer wieder schließen sich Islandfreunde den Staffettenreitern an und begleiten diese auf ihrer Deutschlandtournee. Der älteste Teilnehmer heißt Willi Esser aus Erkelenz-Tenholt (84) – er und weitere fünf Reiter sind von der ersten Etappe dabei und werden den Staffettenstab bis in die Hauptstadt bringen.

Jeden Tag legen die rund 15 Reiter eine Strecke von durchschnittlich 25 Kilometern zurück. Auf insgesamt 38 Etappen absolvieren die Reiter mehr als 600 Kilometer Wegstrecke durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg bis hin nach Berlin. Station machten die Staffetten-Reiter auch in Ostbevern, Milte-Sassenberg und Herzebrock-Clarholz. Beim DOKR wurden sie von Bürgermeister Axel Linke, Ulrich Döing (Präsident des Island-Pferde-, Reiter- und Züchterverbandes) sowie Soenke Lauterbach, Generalsekretär der reiterlichen Vereinigung (FN) in Empfang genommen. „Wir freuen uns, dass der Weg nach Berlin durch die Pferdestadt Warendorf führt und wir die Islandpferde und ihre Reiter in der Zentrale des Pferdesports begrüßen dürfen“, sagte Lauterbach.

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