Handball: Frauen-Landesliga
Kurze Pause – dann geht es für die Frauen des VfL Sassenberg zur Sache

Sassenberg -

Dass Daniel Haßmann seine Belegschaft nach nur drei Wochen Vorbereitung in einen zwölftägigen Kurzurlaub schickt, mag ein Hinweis darauf sein, dass der Trainer des VfL Sassenberg die Intensität der Trainingseinheiten von Beginn an hoch hält. Im Hinblick aber auf den Kräfteverschleiß der zurückliegenden Saison könnte es vor allem ein kluger Schachzug sein.

Mittwoch, 24.07.2019, 05:00 Uhr
Verena Haßmann (Nr. 3) erlitt beim Spiel gegen Burgsteinfurt im Frühjahr einen Kreuzbandriss. Sie wird in Kürze operiert und wird ihrem Team bis auf Weiteres fehlen.
Verena Haßmann (Nr. 3) erlitt beim Spiel gegen Burgsteinfurt im Frühjahr einen Kreuzbandriss. Sie wird in Kürze operiert und wird ihrem Team bis auf Weiteres fehlen. Foto: Rene Penno

„Wir haben sehr früh angefangen – und wollen bewusst ein paar Tage die Füße hoch legen, um dann bis zum Saisonstart so richtig Gas geben zu können“, sagt Haßmann.

Viel Athletik und Kraft haben die VfL-Frauen zuletzt trainiert. Die meisten Einheiten fanden ohne Ball statt. „Wenn wir die Vorbereitung fortsetzen, werden wir natürlich den Schwerpunkt verlagern. Mehr mit Ball trainieren, den Fokus auf Spielzüge, Angriff- und Deckungsarbeit legen“, sagt der Übungsleiter.

Mannschaft begeistert Zuschauer

Um Haaresbreite verpasste seine Sieben den Aufstieg in die Verbandsliga; drei Spieltage vor Saisonende noch lag Sassenberg an der Spitze der Landesliga . Die zwei Niederlagen gegen Verfolger Versmold und Wettringen II aber ließen die Meisterschaftsträume jäh platzen. „Wir vom Vorstand machen der Mannschaft da überhaupt keine Vorwürfe“, sagt Abteilungsvorsitzender Thomas Stockhausen. „Die junge Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt. Teilweise waren 300 Menschen in der Halle, um die Spiele zu sehen. Das ist ein Verdienst des Teams.“

Als Tabellenzweiter hat man erfahrungsgemäß nicht viel falsch gemacht, oder? Mitnichten! Haßmann hat durchaus die ein oder andere Schwachstelle ausgemacht und möchte diese möglichst im Verlauf der Vorbereitung beheben: „Der beste Angriff und gleichzeitig die schlechteste Abwehr der Liga – das passt nicht zusammen. Wir haben in 95 Prozent der Spiele defensiv nicht so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Daran werden wir arbeiten.“

Favoritenrolle bei Everswinkel und Ahlen

Aber auch mit verbesserter Defensive sieht er seine Sieben nicht zwangsläufig als Meisterschaftsfavorit: „Da werden wir uns hinter den Mannschaften aus Everswinkel und Ahlen einordnen müssen“, schätzt Haßmann das Leistungsvermögen seines Teams ein. Personell zumindest steht die kommende Saison auf einem breiteren Fundament als zuletzt, als der VfL mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatte.

Mit Pia Schlenker (Telgte/Rückraum), Paula Roolfs (Hesselteich/Rückraum) und Lena Freismann (Harsewinkel/Kreis) vermelden die Sassenberger drei Neuzugänge. Verzichten muss der Klub neben der langzeitverletzten Verena Haßmann auf Nora Marks.

Mannschaft hat viel dazugelernt

„Wir haben im vergangenen Jahr viel dazu gelernt. Man darf nicht vergessen, wie jung diese Mannschaft ist – das hat man vor allen Dingen in der entscheidenden Phase gemerkt. Da ist es den Spielerinnen schwer gefallen mit dem Druck und den Emotionen umzugehen“, sagt Haßmann. In dieser Hinsicht habe sich seine Sieben weiterentwickelt und auch spielerisch stimme die Richtung.

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