Reiten: Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit beim DOKR in Warendorf
Viel Qualität für die Zukunft: Westfalens Nachwuchs nicht zu schlagen

Kreis Warendorf -

„Na, wie haben wir das gemacht?“ Da standen die jungen Reiter aus Westfalen und kamen aus dem Strahlen gar nicht mehr raus. Erst holte sich die Ponymannschaft den Sieg beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeitsreiter, am Nachmittag legte dann die Mannschaft Pferde nach. Beide hatten ihre Klassements schon vor den finalen Prüfungen angeführt.

Montag, 29.07.2019, 16:16 Uhr
Absolutes Vertrauen brauchen die Pferde zu ihren Reitern, wenn das Gelände nach dem Hindernis abschüssig ist. Erst im letzten Moment, wenn das Pferd schon im Sprung ist, sieht es, wo es landen wird.
Absolutes Vertrauen brauchen die Pferde zu ihren Reitern, wenn das Gelände nach dem Hindernis abschüssig ist. Erst im letzten Moment, wenn das Pferd schon im Sprung ist, sieht es, wo es landen wird. Foto: R. Penno

Das alles unter den prüfenden Augen des Bundestrainers Fritz Lutter, der die jungen Ponyreiter für die Zukunft gut aufgestellt sah. „Man hat da schon viel Qualität gesehen“, so Lutter, der während der Geländeprüfung jeden einzelnen Ritt kommentierte und den Teilnehmern wertvolle Tipps mit auf den Weg gab.

Die bekamen freilich auch die Reiter aus Westfalen. Mit 368,4 Punkten nach Theorie, Dressur, Springen, Gelände und Vormustern holten sich Antonia Schulte-Filthaut (Menden), Amelie Nottmeier, Nele Kuberek (beide Saerbeck), Ole Ottmann (Handorf) und Linn Zepke (Westbevern) die Goldene Schärpe vor den Mannschaften aus dem Rheinland (357,60) und Hannover (349,60). Vor einem Jahr waren die Westfalen noch Zweite geworden. Jetzt wiederholten sie den Erfolg von 2014.

Reiten: Impressionen vom Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit 2019 beim DOKR in Warendorf

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Der Sieg in der Mannschaftswertung resultierte aus starken Einzelergebnissen. Hinter der Siegerin Emilia Vogel aus Düsseldorf holte sich Linn Zepke die Silbermedaille ab. Mit ihrem Pony Betty Boo überzeugte sie in allen Disziplinen, bis auf die Theorie lagen die Wertnoten immer jenseits der 8,0. Am Ende trennten sie nur 0,6 Punkte von der Siegerin. „Das war eine ganz knappe Entscheidung. Das Vormustern hat den Ausschlag gegeben“, meinte Westfalens Mannschaftsführerin Anna Roggenland . Hinter Johannes Munk (Hannover) wurde Nele Kuberek mit Nouveaute de Van Gogh Vierte.

Mit 380,30 Punkten holten Laurenz Terbrack (Nottuln), Anna Wecke (Münster), Lioba Kruth (Rinkerode), Gina Müller (Ostönnen) und Viktoria Weyers (Rhede-Krommert) auch den Sieg bei den Pferden nach Westfalen. Die Mannschaften aus Schleswig-Holstein (369,60) und Weser-Ems (358,20) folgten auf den Rängen zwei und drei.

Den Einzelsieg sicherte sich dank der Wertnote 9,5 im Gelände Magdalena Steinle (Berlin-Brandenburg). Rang zwei ging an Selina Traut aus Baden-Württemberg. Dritte wurde Viktoria Weyers, die mit der Höchstnote 10,0 für das Vormustern ihren Anteil am Mannschaftserfolg hatte.

Starke Einzelergebnisse

Dazu trug auch Lioba Kruth vom RV Rinkerode bei, die sich von der Dressur an unter den besten Fünf festsetzte und das in den folgenden Disziplinen immer wieder bestätigte. Herausragend waren die Noten 9,5 für das Vormustern und 8,5 im Fach Theorie. Sie wurde Gesamtfünfte, gleich vor dem nächsten Westfalen, Laurenz Terbrack vom RV Nottuln.

Mannschaftsführerin Anna Roggenland im Interview

Die monatelange Vorbereitung hat sich für Anna Roggenland und ihre Nachwuchsreiter gelohnt. Redakteur Ulrich Schaper sprach mit der Stützpunktleiterin über ein erfolgreiches Wochenende.Frau Roggenland, der Verband Westfalen hat auf ganzer Linie überzeugt – war das absehbar?Roggenland: Wir wussten, dass die Reiter gut vorbereitet sind. Aber der Wettbewerb ist so vielseitig, dass an so einem Wochenende viel passieren kann.Wie oft haben Sie die Chance, Ihre Reiter zu sehen?Roggenland: Seit Januar trainieren wir einmal pro Woche. Im Winter vorwiegend Dressur und Springen. Sobald es das Wetter zulässt, gehen wir ins Gelände.Ist es dann nicht ein Heimvorteil gegenüber den anderen Mannschaften?Roggenland: Seit einigen Jahren müssen die Nachwuchsreiter einen Fitness-Test ablegen – wie ist es da um Ihre Mannschaft bestellt?Roggenland: Tatsächlich ist in diesem Jahr entschieden worden, den Test ausfallen zu lassen. Das Risiko bei den Temperaturen war zu groß. Einerseits waren unsere Reiter froh, andererseits enttäuscht, weil sie so viel trainiert haben. Hintergrund ist, dass man die jungen Reiter dafür sensibilisieren möchte, dass nicht nur das Pferd, sondern auch sie selbst fit sein müssen.

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