Fußball: Marek Ratering ist der Glücksfall für die SG Sendenhorst
Er trifft und trifft und trifft

Sendenhorst/Ostenfelde -

Eigentlich waren die Personalplanungen der SG Sendenhorst längst abgeschlossen. Da bekam Trainer Florian Kraus doch noch einen letzten Tipp zugeflüstert. Ein gewisser Marek Ratering kehrte nach einem Auslandsaufenthalt wieder in heimische Gefilde zurück. Ein Volltreffer!

Donnerstag, 07.11.2019, 06:00 Uhr
Gleich klingelt’s: Marek Ratering (großes Bild) in Aktion. Der Sendenhorster Stürmer hat bislang eine eingebaute Tor-Garantie. Darüber freuen sich natürlich vor allem seine Trainer Florian Kraus (kl. Bild links) und Co-Trainer Stefan Putze (kl. Bild rechts).
Gleich klingelt’s: Marek Ratering (großes Bild) in Aktion. Der Sendenhorster Stürmer hat bislang eine eingebaute Tor-Garantie. Darüber freuen sich natürlich vor allem seine Trainer Florian Kraus (kl. Bild links) und Co-Trainer Stefan Putze (kl. Bild rechts). Foto: Daniel Langen

Kraus , der noch einen Nachfolger für den zu Viktoria Rietberg abgewanderten Steffen Uphus suchte, zögerte nicht lange und rief bei Ratering an. Der befand sich noch auf dem Rückflug aus Indien. Das folgende Gespräch zwischen dem Fußballer und seinem künftigen Trainer aber verlief gut und führte schließlich zur Verpflichtung des jungen Stürmers vom TSV Ostenfelde. Darüber freuen sie sich bei der SG Sendenhorst heute noch ein Loch in den Bauch.

Schon elf Tore in zwölf Partien

Der 25-jährige Oelder ist nämlich bei den Rot-Weißen voll eingeschlagen. In erster Linie macht der Angreifer bislang all das, was sie sich bei der SGS von ihm erhofft hatten, aber in dieser Form auch nicht erwarten konnten. Er trifft und trifft und trifft. Ganze elf Tore schlagen für den Offensiven nach zwölf Partien zu Buche.

Nachdem die Rot-Weißen in den vergangenen Jahren häufig vorne ihre Problem hatten, steht nun ein echter Goalgetter in ihren Reihen, der schon jetzt mehr Treffer erzielt hat als die besten Schützen der Jahre zuvor. Erwähnenswert ist zudem, dass der Zugang selten zu unwichtigen Toren neigt. Er trifft häufig nur einmal im Spiel, macht dann aber meistens das erste Tor.

Über Marek Raterings (Mitte) Tore am Fließband freuen sich natürlich vor allem Trainer Florian Kraus (links) und Co-Trainer Stefan Putze (rechts).

Über Marek Raterings (Mitte) Tore am Fließband freuen sich natürlich vor allem Trainer Florian Kraus (links) und Co-Trainer Stefan Putze (rechts). Foto: Daniel Langen

Ratering macht‘s wie Podolski: Er denkt nicht vor‘m Tor

Warum das so gut klappt? Das weiß der viel Gelobte selbst nicht so genau. „Ich mache mir vor dem Kasten komischerweise nicht so viele Gedanken und habe dann vielleicht auch noch das nötige Glück dazu“, sagt Ratering. Auch über seine Tore hinaus bringt der im Qualitätsmanagement einer großen Firma arbeitende Ratering durch seine körperliche Präsenz seine Stärken beim Abschirmen des Balles sehr gut ein. Darüber hinaus hat er sich schnell als Führungspersönlichkeit einen Namen gemacht.

Aufhorchen lässt der Stürmer, wenn er über die Gründe für seinen Wechsel zur SG Sendenhorst spricht: „Ich wollte nicht einfach irgendwo spielen. Ich habe mich für die SG entschieden, weil der Verein genau so familiär wie Ostenfelde ist. Ich möchte hier neue Freunde gewinnen und einfach Spaß beim Spielen haben.“

Dass der Lauf des Angreifers am vorletzten Spieltag gegen Füchtorf so abrupt mit einer Roten Karte gestoppt würde, war indes nicht eingeplant: Die SG kassierte in Unterzahl den Ausgleich und verlor zwei sicher geglaubte Punkte. Dass Ratering dem Unparteiischen den Vogel gezeigt haben soll – ein Missverständnis, wie die SGS meint. Der Verein hat gegen die dreiwöchige Sperre Protest eingelegt. So lange möchte sie auf ihre Torgarantie nicht verzichten.

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