Rettungsschwimmen: Internationaler Deutschland-Pokal
Neue Disziplin etabliert

Warendorf -

Wettkämpfe für Rettungsschwimmer sind in der Regel sehr vielseitig. Hindernisschwimmen, Leinenwurf, Retten mit Flossen und Gurtretter oder das Superlifesaver bieten Abwechslung und bisweilen Spektakel. Jetzt wurde das Programm des Deutschlandpokals um eine Disziplin reicher, die der Realität einer Rettung nah kommen soll.

Dienstag, 26.11.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 05:03 Uhr
Pitt König (l.) vom Team Deutschland hat eine Puppe – aus dem Wasser gerettet. Danach geht es an die Erstversorgung.
Pitt König (l.) vom Team Deutschland hat eine Puppe – aus dem Wasser gerettet. Danach geht es an die Erstversorgung. Foto: René Penno

Zum Abschluss des Deutschlandpokals stand die Simulierte Rettungsübung (SERC) auf dem Plan. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der sperrige Begriff Simulated Emergency Response Competition. Seit 2003 ist er Bestandteil der Europameisterschaften, weltweit schon länger Teil von Rettungswettkämpfen. Nun soll SERC auch Teil anderer Wettkämpfe werden.

Die Szenarien sind vielfältig. Beispiele dafür gibt es in einem Leitfaden der DLRG , der in diesem Jahr überarbeitet wurde. Wie auch immer eine solche Szene aussieht, die Art und die Abläufe des Handelns der Rettungsschwimmer bleiben gleich: Sobald die Gruppe Athleten durch einen Starter an das Becken gerufen wird, müssen sich die „Retter“ einen Überblick über die Notfallsituation verschaffen. Wie viele Personen sind betroffen? Wie viele Einsatzstellen sind es? Wer benötigt dringender Hilfe?

Wichtig dabei ist die Koordination untereinander, noch wichtiger die Kommunikation in der Gruppe und mit den „Opfern“. Nach kurzer Verständigung geht es los, jedes der Teams mit je vier Sportlern hatte unterschiedliche Vorgehensweisen. Wie auch immer sich die Teams entschieden, die Opfer zu retten – es musste schnell gehen. Der Zeitrahmen war eng gesteckt, auch das ist in der Realität nicht anders. Nach zwei Minuten wird diese Prüfung von den Kampfrichtern per Pfiff beendet. Idealerweise sind dann alle Personen gerettet. Bis dahin soll alles soll so realistisch wie möglich sein.

Am erfolgreichsten waren übrigens die Australier. Sie gewannen diese spannende Disziplin vor Neuseeland und dem DLRG-Landesverband aus Württemberg.

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