Fußball: Bezirksliga
TuS Freckenhorst und SV Drensteinfurt erfüllen die Erwartungen

Kreis Warendorf -

Die Winterpause bietet sich an, Bilanz zu ziehen. Auch wenn die Vereine zuvor schon die ersten Partien der Rückrunde bestritten haben. Das Zwischenfazit für den TuS Freckenhorst und den SV Drensteinfurt – den beiden Vertretern der Spielgruppe Warendorf – fällt positiv, aber doch unterschiedlich aus.

Sonntag, 22.12.2019, 18:36 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 14:42 Uhr
Erfolgreichster TuS-Akteur: Pierre Jöcker (l.) hier im Kopfballduell mit dem Drensteinfurter Leon van Elten, erzielte bislang zehn Saisontreffer.
Erfolgreichster TuS-Akteur: Pierre Jöcker (l.) hier im Kopfballduell mit dem Drensteinfurter Leon van Elten, erzielte bislang zehn Saisontreffer. Foto: Penno

Bis Mitte Februar ruht der Ball in der Fußball-Bezirksliga 7. Zwei Rückrundenspieltage standen vor Weihnachten auf dem Programm, von denen auch fast alle stattfanden. Eilig hatten es nur BW Sünninghausen und RW Mastholte, die ihr Auftaktmatch nach der Winterpause bereits vorzogen. Für die Truppe von BWS-Trainer Fabio Casu ging nach vier Punkten zum Rückrundenauftakt das dritte Match mit 1:3 verloren. Die Blau-Weißen überwintern damit auf einem Abstiegsplatz.

Im Tabellenkeller bleibt es aber weiter spannend, zu-mindest was zwei der drei Abstiegsplätze angeht. Der Landesliga-Absteiger Hammer SpVg II dürfte nach einem Punkt aus 17 Spielen gleich direkt durchgereicht werden in die Kreisliga A. Der direkte Durchmarsch von der Landes- in die A-Liga ist indes in der Staffel nichts Ungewöhnliches. Dieses Schicksal ereilte in den letzten 25 Jahren insgesamt sieben Teams: FSC Rheda (2002), TSV Ahlen (2004), Ahlener SG (2005), Soester SV (2009), VfL Wolbeck (2012), SV 26 Heessen (2012) und SG Oestinghausen (2013).

Das zweite Jahr ist immer das schwerste

Die anderen beiden Abstiegsplätze nehmen mit BW Sünninghausen ein Vorjahres-Neuling und Westfalen Liesborn ein Aufsteiger ein. Der vielfach zitierte Spruch, dass das zweite Jahr immer das schwerste sei, ist statistisch gesehen Unsinn, was Sünninghausens Trainer Fabio Casu gerne hören dürfte. Von 81 Absteigern aus der Staffel 7 seit der Saison 1995/96 ereilte es 20-mal einen Aufsteiger direkt im ersten Jahr, 15-mal erst in der zweiten Saison. Sünning­hausens Abstiegswahrscheinlichkeit läge damit bei 19 Prozent, die von Westfalen Liesborn bei 25.

Liesborn und Sünninghausen vor dem Abstieg?

Eine andere Betrachtungsweise zeichnet allerdings ein düsteres Bild. Elf der letzten 23 Tabellen-14. nach dem 17. Spieltag stiegen am Ende ab. Liesborns Abstiegswahrscheinlichkeit läge dann bei satten 48 Prozent. Für Sünninghausen auf Rang 15 sähe es noch schlechter aus bei einer Abstiegswahrscheinlichkeit von 74 Prozent – 17 von 23 stiegen ab. Allerdings schafften es die Blau-Weißen im Vorjahr schon einmal, sich aus derselben Situation zu retten.

Aufstieg rückt für TuS in weite Ferne

Beim TuS Freckenhorst geht es nach der Katastrophen-Saison 2018/19, die fast zum Abstieg geführt hatte, in eine andere Richtung. Die Verantwortlichen stellten die Weichen völlig neu. Trainer Andreas Strump wurde nach sechs Jahren durch Christian Franz-Pohlmann ersetzt. Auch das Team wurde komplett um-gekrempelt, wobei verstärkt ehemalige Freckenhorster angesprochen wurden, die in anderen Vereinen spielten. Das Konzept scheint aufzugehen. Mehr Identifikation und sportlicher Erfolg führten dazu, dass die Besucherzahlen am Feidiek wieder stiegen. „Vom Aufstieg reden wir gar nicht. Wir haben eine junge Truppe, die sich erst entwickeln muss“, wiegelt TuS-Coach Franz-Pohlmann ab. Der dürfte auch nach der 1:2-Niederlage zum Jahresausklang in Soest in weite Ferne gerückt sein. Da Landesliga-Absteiger SG Bockum-Hövel zehn Punkte Vorsprung hat.

Die TuSler knüpfen indes an die erfolgreichsten Zeiten der Vereinsgeschichte unter Trainer Richard Walz an. 34 Punkte aus 17 Spielen hatte ein TuS-Team nur in der Saison 2005/06 (37) und 2006/07 (35) überbieten können. In beiden Jahren wurden die Freckenhorster bekanntlich Vizemeister.

Aktuell liegen die Bezirksligisten auf Rekordkurs. 4,22 Tore wurden im Schnitt bislang erzielt. Höher war er in den letzten 25 Jahren am Saisonende nur zweimal (01/01: 4,29; 05/06: 4,3). Auch der Heimvorteil hat in der aktuellen Runde drastisch zugenommen. 52,6 Prozent aller Partien wurden von den Heimteams gewonnen. Höher war die Quote der Heimsiege seit 1995/96 nur einmal (14/15: 53,3 Prozent).

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