Fußball
Toni Mayer ist ein Glücksfall für die Warendorfer SU

Warendorf -

Als Toni Mayer am 1. Mai sein Referendariat an der Gesamtschule Warendorf antrat, dürfte er kaum damit gerechnet haben, schon bald ein wichtiger Baustein der Warendorfer SU zu sein. Der angehende Lehrer ist nicht nur selbst als Spieler der ersten Mannschaft aktiv, sondern bringt sein pädagogisches Geschick auch als Trainer der B-Junioren ein.

Samstag, 28.12.2019, 06:00 Uhr
Der 28-jährige Toni Mayer zog erst zum 1. Mai aus Ostwestfalen nach Warendorf. Der Lehrer und Fußballer machte sich bei der Warendorfer Sportunion als Trainer und Spieler sofort unverzichtbar.
Der 28-jährige Toni Mayer zog erst zum 1. Mai aus Ostwestfalen nach Warendorf. Der Lehrer und Fußballer machte sich bei der Warendorfer Sportunion als Trainer und Spieler sofort unverzichtbar. Foto: Simon Brandt

Geplant war diese Entwicklung nicht. Ursprünglich wollte der 28-Jährige, der aus Asemissen im Kreis Lippe stammt, sein Referendariat in direkter Heimat­nähe absolvieren. Doch statt Bielefeld oder Paderborn bekam er Münster als Seminar- und Warendorf als Schulort zugewiesen. Im Zuge der Wohnungssuche kam der Kontakt zur WSU zustande.

Senioren-Obmann Ralf Sennhenn ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verpflichtete den erfahrenen Defensivspezialisten. Beim SC Verl ausgebildet, wechselte er als Senior zum SC Herford in die Landesliga. Zuletzt schnürte er seine Schuhe für den Bezirksligisten SW Sende.

Mayer bringt sich auch sofort als Jugendtrainer ein

Schnell wurde klar, dass Mayer neben seiner aktiven Laufbahn auch über langjährige Erfahrung als Trainer verfügt. Er trainierte die in der Bezirksliga spielenden B-Junioren aus Lipperreihe (Ortsteil von Oerlinghausen) und sollte im Sommer eigentlich deren A-Jugend übernehmen. Doch der nötige Umzug machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück für die Warendorfer SU, die gleichzeitig händeringend auf der Suche nach einem guten B-Jugend-Trainer war.

„Ich wollte wegen des Referendariats eigentlich keine Doppelbelastung. Aber ich habe die Jungs dann mal antrainiert und gemerkt, dass einiges an Arbeit ansteht. Ich wollte und konnte sie einfach nicht im Stich lassen“, erklärt Mayer, der diese Entscheidung kein Stück bereut und sich in Warendorf pudelwohl fühlt. An der Schule wie auch im Verein hätten ihn alle super aufgenommen.

Bei der WSU sieht der Neuling noch viel Potenzial

In der Mannschaft von Lukas Krumpietz ist er als linker Verteidiger gesetzt. Seine B-Junioren sind ihm ohnehin ans Herz gewachsen. Aus dem Kader holt er bislang das Maximum heraus, in Sachen Klassenerhalt ist das Team im Soll.

„Die WSU ist ein großer Verein. Ich sehe viel Potenzial. Aber es sind zu wenige bereit, mit anzupacken und sich alle Mühe zu geben, zu unterstützen“, meint Mayer, der sich gut vorstellen kann, über das Ende des Referendariats und damit über den 31. Oktober kommenden Jahres hinaus in Warendorf zu bleiben. Doch das liegt erneut nicht in seinem Ermessen. Die WSU wird die Daumen drücken.

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