Fußball: HKM in Warendorf
Torhüter können das Turnier entscheiden

Kreis Warendorf -

In 31 Jahren HKM blieben einige Torsteher in Erinnerung. Seit 28 Jahren wird der beste Schlussmann ausgezeichnet, 20 verschiedene Akteure wurden ausgezeichnet. Spitzenreiter ist die SG Sendenhorst, die fünfmal den besten Torhüter stellte, viermal wurde Rene Bisplinghoff auserkoren.

Montag, 30.12.2019, 19:10 Uhr
Fußball: HKM in Warendorf: Torhüter können das Turnier entscheiden
Foto: Manfred Krieg

Als 1989 die HKM aus der Taufe gehoben wurde, hatte niemand beim TUS Freckenhorst daran gedacht, dass sich das Turnier zu solch einem Renner entwickelt.

1992 wurde erstmals der besten Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Damals fiel die Wahl nicht schwer. Die WSU war unter Trainer Ludwig Grove dominant, spielt damals in der Landesliga und gewann bei der zweiten Teilnahme auch zum zweiten Mal. Großen Anteil daran hatte Torhüter Markus Buchwald, der erstmals ausgezeichnet wurde.

In den vergangenen beiden Jahren rückte mit Daniel Frank ein Torsteher des B-Ligisten DJK Milte in den Mittelpunkt. Dabei hat er eine ganz besondere Verbindung zur Sportschule der Bundeswehr, da er dort stationiert ist. Als er in Warendorf seinen Dienst antrat, wurde DJK-Trainer Volker Hoffmann gleich hellhörig und konnte ihn für sein Team gewinnen.

Die Premiere für Milte feierte Frank bei der HKM 2018. Schon vor dem Turnier schwärmte Hoffmann: „Wir haben da einen exzellenten Torwart, das kann uns einen Schub geben.“ Noch lächelte die Konkurrenz, doch der grandiose Turnierverlauf sollte ihm recht geben. Milte spielte sich bis ins Finale. Den Grundstein dafür legte Frank: „Wir haben uns damals in einen Rausch gespielt. Das ganze Dorf stand hinter uns. Das war einfach Wahnsinn.“

Frank verfügt über große Hallenerfahrung. Vom FC Talge, einem Team aus dem Osnabrücker Land, kam er zu RW Milte. Er tingelte zuvor schon drei Jahre lang mit einem Hobbyteam durch ganz Deutschland, spielte etliche Hallenturniere. Die Freude am Hallenfußball entwickelte der 28-Jährige schon in seiner Jugendzeit. Die hat sich bis heute gehalten, denn auch im Vorjahr wurde er zum besten Torhüter gewählt.

Dabei riss er mit seinen Paraden die Zuschauer immer wieder von Sitzen. Schier unmögliche Bälle konnte er abwehren. Im Vorjahr bekam das insbesondere der SV Drensteinfurt in der Endrunde zu spüren. Beim 4:0-Erfolg der Milter gegen den klar überlegenen Bezirksligisten hielt der „Teufelskerl“ etliche Unhaltbare und brachte die Halle zum Kochen. Ganz zu schweigen davon, dass er auch als Torschütze glänzte. Die Milter verpassten zwar das Halbfinale, waren aber dennoch stolz über das Erreichte.

„Wir konnten mit der Leistung hochzufrieden sein, waren ja auch wieder einziger B-Ligist am Finalsonntag. Nach dem zweiten Platz vor zwei Jahren haben uns die Teams nicht mehr unterschätzt. Das machte es natürlich etwas schwieriger“, so Frank.

Er kann auch in diesem Jahr Geschichte schreiben. Sollte er wieder zum besten Torhüter gewählt werden, hätte er den Rekord von Rene Bisplinghoff eingestellt, der als bisher einziger Torwart von 2008 bis 2010 einen Hattrick hinlegte.

„Das kann man nicht planen. Wir müssen schauen, wie sich das Turnier in diesem Jahr entwickelt. Freuen würde ich mich natürlich riesig, wenn das zum dritten Mal hintereinander klappen sollte“, erklärt der Schlussmann der DJK Milte.

Rückkehrer Tobias Ketteler kann dabei sicherlich helfen. Schon 2007 führte er die Milter auf den dritten Platz und heimste für seine Leistung die Auszeichnung des besten Feldspielers ein. Danach lief er regelmäßig für den VfL Sassenberg bei der HKM auf. Nun ist „Kette“ zurück in seiner Heimat.

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