Fußball: Blickpunkt Kreisliga A1
Warendorfer SU hinkt eigenen Ansprüchen hinterher

Kreis Warendorf -

Nach 17 Spielen scheint in der Fußball-Kreisliga A1 im Titelrennen alles entschieden zu sein, während drei heimische Teams auf den letzten drei Rängen stehen und ums Überleben kämpfen.

Mittwoch, 08.01.2020, 06:00 Uhr
Lasse Burchardt (links) und die WSU kämpfen noch um Platz zwei, der eventuell zum Aufstieg berechtigen könnte. Für Stephan Osthues und den SC Hoetmar geht es dagegen um den Klassenerhalt.
Lasse Burchardt (links) und die WSU kämpfen noch um Platz zwei, der eventuell zum Aufstieg berechtigen könnte. Für Stephan Osthues und den SC Hoetmar geht es dagegen um den Klassenerhalt. Foto: Henning Wegener

Der Rückzug von Münster 08 aus der Landesliga im Sommer hatte ungeahnte Folgen für die Staffel A1. Etliche Spieler verließen den Club, doch nicht alle. Einige, darunter auch sehr gute Akteure wie Gunnar Weber , kicken nun zwei Klassen tiefer und schossen die zweite Mannschaft der 08er unangefochten an die Tabellenspitze. „Die Meisterschaft ist gelaufen“, erkennt WSU-Obmann Ralf Sennhenn an.

Auch die Begeisterung in Sassenberg hält sich in Grenzen. Beide Teams lieferten sich zusammen mit GW Gelmer einen Dreikampf um Platz zwei. Der könnte zum Aufstieg reichen, wenn die 08-Reserve verzichten würde, da die erste Mannschaft bereits ein Startrecht in der Bezirksliga hat.

Münsteraner haben fast bis Saisonende Zeit für Entscheidung

Ein öffentliches Bekenntnis gibt es aber bisher nicht. Der Unmut der Warendorfer Vereine kommt zudem in Münster nicht gut an, was wiederum hier für Kopfschütteln sorgt. Dabei könnte 08 klare Verhältnisse schaffen, aber weder ein Verzicht noch eine Aufstiegsabsichtserklärung war bislang zu hören. Bis fast zum Saisonende haben die Münsteraner Zeit dafür.

Entspannt waren auch die Auftritte der WSU bisweilen nicht. „Ein Verein unserer Größenordnung muss in der Bezirksliga spielen, dahin wollen wir zurück. Reicht es dieses Jahr nicht, nehmen wir im nächsten einen neuen Anlauf“, erläutert Sennhenn, der die „mangelnde Breite im Kader“ als Grund für nur 35 Punkte aus 17 Spielen angab. „Wir hatten zu viele Verletzte, was nicht adäquat kompensiert werden konnte.“

Sassenberg stellt sich manchmal selbst ein Bein

Die Sassenberger konnten gegen keinen der fünf Erstplatzierten gewinnen. Gegen die WSU und 08 gab es 0:2-Pleiten, gegen den starken Aufsteiger Greffen ein 1:2 und in Gelmer reichte es zu einem torlosen Remis. Besonders bitter stieß dem Sportlichen Leiter Daniel Strotmann die Darbietung in Mauritz auf, bei dem die Hesselstädter einen 1:4-Rückstand in eine 5:4-Führung umdrehten, um dann doch noch zwei Gegentore zum 5:6 zu kassieren. „Wir haben danach der Mannschaft eine deutliche Ansage gemacht. So etwas darf nicht passieren, wenn man oben mitspielen will“, erklärt Strotmann. In den restlichen Begegnungen hatte der VfL, der den zweitbesten Angriff und die zweitbeste Abwehr stellt, alles im Griff.

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