Handball
Ahlener SG auf dem schweren Weg zurück in den Alltag

Ahlen -

Nach dem Tod von Torhüter Andreas Tesch werden die Drittliga-Handballer der Ahlener SG zwei Meisterschaftsspiele verlegen. Zunächst einmal steht die Verarbeitung des Geschehenen an.

Samstag, 11.01.2020, 10:00 Uhr
Zusammenhalten in schweren Zeiten: Das Ahlener Team um Trainer Sascha Bertow befindet sich noch im Schockzustand.
Zusammenhalten in schweren Zeiten: Das Ahlener Team um Trainer Sascha Bertow befindet sich noch im Schockzustand. Foto: Wegener

Nach dem Tod von Andreas Tesch – der Torwart-Routinier war in der vergangenen Woche nach dem Training des Handball-Drittligisten Ahlener SG in der Kabine zusammengebrochen – befindet sich die Ahlener Handballwelt nach wie vor im Schockzustand. Die Verlegung des für den heutigen Samstag angesetzten Heimspiels gegen Gummersbach II ist demnach nur folgerichtig.

Für ASG-Trainer Sascha Bertow war sofort klar, dass nach diesem tragischen Ereignis nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden kann. Deshalb hatte er sich mit seinen Kollegen Maik Thiele und Jörg Bohrmann, die Trainer des nächsten Gegners, in Verbindung gesetzt. Die Partie gegen den VfL Gummersbach II, die am Samstag in der Friedrich-Ebert-Halle ausgetragen werden sollte, wurde offiziell abgesagt.

„Wir sind noch dabei, auch das Spiel bei den Rhein Vikings in der nächsten Woche zu verlegen“, erklärte Bertow. Die Gummersbacher Kollegen Thiele und Bohrmann hatten sofort ihre Bereitschaft dazu signalisiert.

Für den ASG-Trainer geht es nun darum, nach der Tragödie seine Mannschaft langsam wieder an den sportlichen Alltag heranzuführen. „Eine Aufgabe, auf die niemand vorbereitet ist“, räumt Bertow ein. Am Dienstag hatte er die Mannschaft das erste Mal wieder in der Halle versammelt. „Da haben wir aber erstmal nur organisatorische Dinge besprochen, die nun anliegen“, sagt der Trainer. „Erst am Mittwoch sind wir wieder langsam ins Training eingestiegen.“

Dass auch die für den kommenden Samstag (18 Januar) angesetzte Partie bei den Vikings der HSG Neuss/Düsseldorf verlegt wird, steht für ihn außer Frage. Wann jedoch beide Spiele nachgeholt werden sollen, dazu kann der Ahlener Trainer noch nichts sagen. „Wir werden uns schon einig werden“, blickt er zuversichtlich nach vorne. Erst einmal sei es wichtig, dass die gesamte Handball-Familie zusammenrückt.

Deshalb unterstützt die ASG auch ausdrücklich die Spendenaktion für die Frau und die Tochter von Andreas Tesch, die sein Bruder Oliver ins Leben gerufen hat.

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