Rollstuhlbasketball: BBC Münsterland
Den Aufstieg fest im Visier

Warendorf -

Auf Platz zwei stehen sie schon. Nun nehmen die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland den Tabellenführer ins Visier. Trainer Marcel Fedde sieht seine Truppe auf Augenhöhe mit den Hot Rolling Bears aus Essen, gegen die die Revanche ansteht. Und er kennt klare Gründe dafür, warum seine Mannschaft sich im Vergleich zur Vorsaison so gesteigert hat.

Mittwoch, 22.01.2020, 19:05 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 16:41 Uhr
Urs Rechtsteiner ist einer von drei Neuen im Team der Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland. Die Verstärkungen machen den Kader breiter, den Konkurrenzkampf im Team größer und könnten der entscheidende Faktor auf dem Weg zum Aufstieg sein.
Urs Rechtsteiner ist einer von drei Neuen im Team der Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland. Die Verstärkungen machen den Kader breiter, den Konkurrenzkampf im Team größer und könnten der entscheidende Faktor auf dem Weg zum Aufstieg sein. Foto: Simon Brandt

Die Zweitliga-Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland aus Warendorf haben die Play-Offs zum Aufstieg ins Oberhaus fest im Visier. Mit nur zwei Minuspunkten belegt die Mannschaft von Trainer Marcel Fedde den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen würde.

In acht Partien musste sich das BBC-Team nur einmal geschlagen geben. Mit 48:67 unterlagen die Warendorfer am dritten Spieltag in Essen den Hot Rolling Bears, die die Tabelle anführen.

Hinspiel ging komplett schief

„In diesem Spiel ist bei uns alles schief gegangen, was schief gehen konnte“, erinnert sich Fedde. „In der Vorbereitung haben wir sie zweimal weggehauen, aber an diesem Tag wollte der Ball einfach nicht in den Korb. Das wird uns am Sonntag (15 Uhr, Anm. d. Red.) in eigener Halle nicht noch einmal passieren.“

Dass die Essener die Tabelle anführen, haben sie nicht nur ihrer Leistung zu verdanken, erklärt der BBC-Trainer. „Sie haben bis jetzt auch Glück gehabt“, sagt er.

Hot Rolling Bears profitieren von technischem Defekt

„In Hamburg gingen die Türen der Sporthalle wegen eines technischen Defekts im zentralen Schließsystem nicht auf. Da haben sie die Punkte ohne Spiel bekommen. Und in Rahden hat Essen zwar verloren, doch weil der Gegner einen nicht gemeldeten Spieler eingesetzt hatte, wurden den Essenern am grünen Tisch die Punkte zugesprochen.“ Deshalb sieht der BBC-Trainer seine Mannschaft auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter.

Neuzugänge bringen den BBC Münsterland voran

Der BBC hat in dieser Saison an Qualität gewonnen, das macht Fedde unter anderem an den Neuzugängen fest. Der Kader ist breiter aufgestellt, dadurch sind die Emsstädter nicht mehr so leicht ausrechenbar wie in der vergangenen Saison.

In Hamburg fehlte Jens Wibbelt, der Dreh- und Angelpunkt im Warendorfer Spiel. Seine Position übernahm Urs Rechtsteiner, einer der drei Neuen. „Früher hätten wir ohne Jens keine Chance gehabt“, analysiert Fedde. „Aber in Hamburg hat Urs gezeigt, dass er ihn ersetzen kann. Zwar nicht in der Anzahl der erzielten Punkte, doch als Spielmacher. Wir sind dort so souverän aufgetreten, dass ich sogar Abwehrchef Sören Müller für 15 Minuten draußen gelassen habe.“

Zuversicht für das Rückspiel am Sonntag

Ohne Wibbelt und Müller hätte die Warendorfer Mannschaft in der Vergangenheit nicht bestehen können, ist sich der Trainer sicher. Der Sieg in Hamburg hat Selbstvertrauen gegeben. Vor allem, wie die Mannschaft dort aufgetreten ist.

Und diesen Schwung wollen Fedde und seine Spieler nun auch mit ins Spitzenspiel nehmen, wohl wissend, dass das nicht die einzige schwere Aufgabe ist, die sie in der Rückrunde noch zu bewältigen haben. Aber der BBC will unbedingt in die Aufstiegsrunde, deshalb hängen sich alle voll rein.

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