Handball: Bezirksliga
Wie die Warendorfer SU den Tabellenführer schlug

Warendorf -

Mit dem 35:30-Sieg über den Spitzenreiter Schwarz-Weiß Havixbeck haben die Bezirksliga-Handballer der Warendorfer Sportunion (WSU) auf sich aufmerksam gemacht. Und plötzlich wird die Mannschaft von Trainer Stefan Hamsen wieder zum Kreis der Favoriten für den Aufstieg gezählt. Doch Hamsen will davon am liebsten gar nichts wissen.

Donnerstag, 23.01.2020, 09:08 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 16:41 Uhr
Stefan Hamsen ist nicht für Superlative bekannt. Am Wochenende sah er jedoch die „bisher beste Leistung“ seines Teams.
Stefan Hamsen ist nicht für Superlative bekannt. Am Wochenende sah er jedoch die „bisher beste Leistung“ seines Teams. Foto: R. Penno

Er freut sich über den Erfolg und genießt den Moment.

Auf die Frage, ob seine Mannschaft so gut oder der Tabellenführer so schlecht war, antwortet der WSU-Trainer salomonisch. „Ich denke, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt“, sagt der ehemalige Spielmacher. „Das war aber die beste Angriffsleistung meiner Mannschaft, seitdem ich Trainer bin. Das habe ich nach dem Spiel auch meinen Jungs gesagt.“

Wer Hamsen kennt, der weiß, dass er mit solchen Superlativen eher vorsichtig umgeht. „35 Tore in einem Spiel ist für uns eher ungewöhnlich, denn jeder weiß, dass wir nicht als Torfabrik bekannt sind“, fügt er mit einem Lächeln hinzu. „Mein Kollege aus Havixbeck hat sofort betont, dass er seine Mannschaft noch nie so schlecht in der Abwehr gesehen hat. Also wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen.“

Einen Grund für den unerwarteten Erfolg sieht Hamsen im mannschaftlichen Zusammenhalt. „Das gesamte Kollektiv hat gekämpft. Darauf kann ich mich bei meiner Mannschaft immer verlassen“, lobt er. „Gegen Havixbeck hat es kämpferisch und spielerisch gepasst. Aber dass das nicht immer klappt, hat die Vorwoche in Everswinkel gezeigt, als wir nach einer guten ersten Halbzeit noch mit 21:29 verloren haben.“

Doch die WSU-Sieben hatte diesmal ihre offensive 3:2:1-Deckung über die gesamten 60 Minuten durchgezogen und Havixbeck trotz personeller Probleme – beide Hippler-Brüder fielen kurzfristig aus, so dass Hamsen nur acht Feldspieler zur Verfügung hatte – gut im Griff.

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