Fußball: Bezirksliga Damen
Dillmann bricht die Zelte bei RW Alverskirchen schon wieder ab

Alverskirchen -

Eigentlich war die Zusammenarbeit mit Marc Dillmann längerfristig geplant. Nun müssen sich die Bezirksliga-Fußballerinnen von RW Alverskirchen im Sommer schon wieder einen neuen Trainer suchen. Private Gründe waren ausschlaggebend für die Entscheidung.

Mittwoch, 29.01.2020, 17:10 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 17:22 Uhr
Traf eine schwere, aber nachvollziehbare Entscheidung: Marc Dillmann scheidet im Sommer aus privaten Gründen als Trainer bei den Bezirksliga-Fußballerinnen in Alverskirchen schon wieder aus.
Traf eine schwere, aber nachvollziehbare Entscheidung: Marc Dillmann scheidet im Sommer aus privaten Gründen als Trainer bei den Bezirksliga-Fußballerinnen in Alverskirchen schon wieder aus. Foto: wh

Er kam, um zu bleiben. Zumindest länger, als nur eine Spielzeit. Doch nach dieser Saison bricht Marc Dillmann seine Zelte bei der DJK RW Alverskirchen schon wieder ab. Der Verein muss sich für die Bezirksliga-Fußballerinnen einen neuen Coach suchen. Nicht geplant, aber unvermeidlich. „Es sind rein private Gründe“, sagt der 44-Jährige zunächst recht einsilbig und wenig aussagekräftig. Die detaillierte Begründung fällt ihm schwer. Immerhin ergänzt Dillmann: „Ich hatte in letzter Zeit einige private Turbulenzen. Da ist viel auf der Strecke geblieben.“ Und dann setzt er noch nach: „Es hat nichts mit unserer sportlichen Situation zu tun.“

Damit sich diese bis zum Saisonende und seinem Abschied ändert, will er weiterhin alles tun. „Alverskirchen ist ein top geführter Verein. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Viele sind mit Herzblut bei der Sache. Da ist es für mich selbstverständlich, die Saison zu Ende zu bringen.“

Leicht ist allerdings anders. Denn vor Beginn des zweiten Saisonteils am 1. März mit dem Heimspiel gegen SW Esch sind die Sorgenfalten rund um die Sportanlage am Alten Hof nicht klein. Mit 15 Zählern rangieren dei Rot-Weißen auf Rang zwölf, punktgleich mit Fortuna Walstedde auf Platz 13 – dem ersten Abstiegsrang.

Denkbar, dass die Kräfte daher in Alverskirchen gebündelt werden. „Optimal wäre, wenn wir Marc jetzt jemanden zur Seite stellen könnten, der die Mannschaft im besten Fall übernimmt“, verrät Thomas Seiler , Fußball-Obmann der Rot-Weißen. Eine vorzeitige Trennung ist kein Thema. „Wir planen fest bis zum letzten Spieltag mit Marc“, sagt Seiler, ehe er ergänzt: „Seine Entscheidung hat uns hart und überraschend getroffen. Das Miteinander war längerfristig geplant. Sein Entschluss ist aber nachvollziehbar.“

Für die kommenden Monate werde man Dillmann „den Rücken frei halten.“ Denn die Vereinsverantwortlichen sind mit dem scheidenden Trainer und dessen Arbeit zufrieden. Ungeachtet des Tabellenplatzes. „Es war uns klar, dass es so kommen würde. Von daher haben wir früh den Druck herausgenommen. Das tun wir weiterhin. Dabei ist die Liga keine Pflicht.“

Für Dillmann aber das Ziel. „Ich möchte eine Bezirksliga-Mannschaft übergeben“, versichert er. Über die kommende Saison und sein Trainer-Dasein macht er sich noch keine konkreten Gedanken. Ein neues Engagement schließt er nicht aus. Einen Wechsel in den Herrenbereich auch nicht.

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