Rollstuhlbasketball: 2. Bundesliga
Kölle Alaaf oder Warendorf Helau: BBC Münsterland gastiert beim RBC Köln 99ers

Warendorf -

Ausgerechnet am Karnevalswochenende reist der BBC Münsterland zum RBC Köln 99ers. Die Mannschaft von Marcel Fedde aber ist überhaupt nicht jeck und möchte in der Domstadt vor allem in einer Rolle auftreten - der des Spielverderbers.

Freitag, 21.02.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 17:52 Uhr
Mission Spielverderber: Jens Wibbelt (Mitte) und der BBC Münsterland wollen Köln am Samstag mit einem Sieg in der Domstadt zumindest vorübergehend die Karnevalsstimmung vermiesen.
Mission Spielverderber: Jens Wibbelt (Mitte) und der BBC Münsterland wollen Köln am Samstag mit einem Sieg in der Domstadt zumindest vorübergehend die Karnevalsstimmung vermiesen. Foto: Brandt

Kölle Alaaf oder Warendorf Helau? Das ist die Frage. Denn ausgerechnet an den närrischen Tagen führt der Spielplan der 2. Bundesliga die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland in die Karnevalshochburg schlechthin. Vom Dom aus gesehen auf der anderen Rheinseite wird am Samstag (17 Uhr) die Begegnung gegen den RBC Köln 99ers ausgetragen.

Der BBC tritt die Auswärtsreise mit der Absicht an, bei den Gastgebern ein temporäres Stimmungstief auszulösen und ihnen den Appetit auf Kamelle zu nehmen. Marcel Fedde sieht aber viel Arbeit auf den Tabellenführer zukommen. „Es wird sehr schwer“, prophezeit der BBC-Trainer.

Stärken der Kontrahenten sind bekannt

Er muss es wissen, schließlich ist er durch seine Tätigkeit für die Landesauswahl Nordrhein-Westfalens mit einigen Akteuren des Kontrahenten vertraut und kennt ihre Stärken. „Die Kölner haben sich in der Saison stetig gesteigert. Sie haben einen jungen Kader und trainieren auf Profiniveau“, verdeutlicht Fedde, der die Chancen bei 50:50 sieht.

Obwohl sie in der Vorwoche mit dem Heimerfolg über Hannover die Aufstiegsplayoffs gebucht und beste Aussichten auf die Zweitliga-Meisterschaft haben, ist die Stimmung bei den Emsstädtern noch nicht bei jeckem Frohsinn angelangt. Die jüngste Leistung warf doch einige Fragezeichen auf.

Blitzstart im Hinspiel

Dass einige Spieler angeschlagen waren und sind, spielt sicher eine Rolle. Unter der Woche konnte einige Akteure ebenfalls nicht trainieren. Urs Rechtsteiner wird in der Domstadt aus beruflichen Gründen fehlen.

„Ich muss gucken, wie ich es hinbekomme, dass wir von Beginn an voll da sind“, sagt Fedde. Vielleicht wendet er ja die Motivationsformel aus dem Hinspiel an, das seine Schützlinge mit 57:48 gewannen. Als entscheidend erwies sich, dass sich der BBC gleich im ersten Viertel einen Vorsprung erarbeitete und früh den Grundstein legte.

„Wir müssen unter dem Korb wieder treffsicherer werden. Die vielen leicht vergebenen Punkte können wir uns nicht leisten. Wenn wir dann nicht schnell genug umschalten, bekommen wir hinten die Körbe“, sagt der Trainer. Er nennt beispielhaft den ersten Durchgang aus der Partie gegen Hannover, als sich der BBC satte 21 Punkte fing. Das soll in der Domstadt unter keinen Umständen passieren. Als Spielverderber möchte er dort nicht Karneval, sondern einen Sieg feiern.

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