Fußball: Bundesliga Frauen
Trainingspläne für zu Hause – Sophia Kleinherne im Interview

Telgte -

Sophia Kleinherne steckt mitten im Abitur. Die Telgterin spielt für den Bundesligisten 1. FFC Frankfurt und in der A-Nationalmannschaft. Im Interview spricht die 19-Jährige über ihre Zeit bei der DFB-Auswahl, über die Schulschließung und den Fußball in der Corona-Krise.

Montag, 23.03.2020, 17:15 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 17:27 Uhr
Die Telgterin Sophia Kleinherne spielt für den Bundesligisten 1. FFC Frankfurt.
Die Telgterin Sophia Kleinherne spielt für den Bundesligisten 1. FFC Frankfurt. Foto: Aumüller

Beim 4:0-Erfolg gegen Norwegen im Halbfinale des Algarve-Cups hat Sophia Kleinherne Anfang März ihr zweites Fußball-A-Länderspiel bestritten. Das Finale gegen Italien wurde anschließend nicht mehr ausgetragen, da die Italienerinnen wegen der Corona-Pandemie vorzeitig nach Hause geflogen sind. WN-Mitarbeiter Karl-Heinz Kock sprach mit der 19-jährigen Telgterin über ihre Zeit im Kreis der DFB-Auswahl und die anstehenden schulischen und sportlichen Aufgaben.

 

Wie haben Sie die Tage mit der Nationalmannschaft in Portugal erlebt? Wie lautet Ihr Fazit?

Kleinherne: Es waren sehr schöne, aber auch intensive Tage in Portugal. Wir haben intensiv an unseren Zielsetzungen gearbeitet, und ich denke, dass wir denen auch näher gekommen sind. Es ist für mich immer noch extrem spannend, bei den Frauen dabei sein zu dürfen. Ich versuche immer, möglichst viel aufzusaugen und von den erfahrenen Spielerinnen zu profitieren. Etwas schade ist, dass das Finale nicht stattgefunden hat. Den Turniersieg hätten wir uns alle lieber anders geholt.

Sie sind wegen der Abiturvorbereitungen vorzeitig nach Hause geflogen. Wie gehen Sie mit den Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie um?

Kleinherne: Ich bin sehr froh, dass ich trotz meines Abis mitreisen durfte. Ich habe vor Ort schon zwei Klausuren geschrieben, und die Trainerin hatte dafür sehr viel Verständnis. Letztendlich ist sie mir damit entgegengekommen, dass ich nach dem zweiten Spiel abgereist bin, um mich komplett aufs Abi vorbereiten zu können. Wir stehen trotz der Schulschließungen mit unseren Lehrern in engem Kontakt und bekommen Materialien und Arbeitsaufträge mit nach Hause.

Im Sport sind alle Veranstaltungen auf unabsehbare Zeit abgesagt. Wie erleben Sie diese ungewöhnliche Phase? Wie geht der 1. FFC Frankfurt in nächster Zeit mit dem Training um?

Kleinherne: Da wir leider nicht trainieren dürfen, hat der Verein uns individuelle Trainingspläne mitgegeben. Wir wollen und müssen unsere aktuelle Leistung natürlich aufrechterhalten, um direkt, wenn es losgeht, wieder in Topform zu sein beziehungsweise diese erst gar nicht zu verlieren.

Das Länderspiel gegen Irland wird nicht am 11. April in Münster stattfinden. Wie groß war die Vorfreude darauf?

Kleinherne: Natürlich habe ich mich sehr auf das Länderspiel gefreut. Leider kann man an der Situation nichts ändern. Ich hoffe, dass es irgendwann nachgeholt wird, sodass die Vorfreude bei mir natürlich bleibt, so unmittelbar in der Nähe meiner Heimat zu spielen.

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