Fußball: Interview mit Florian Kraus von der SG Sendenhorst
„Meine Frau macht sich schon lustig“

Sendenhorst -

Die fußballfreie Zeit fällt gerade denen nicht leicht, die sich zuvor fast täglich mit dem Sport beschäftigt haben. So auch bei Florian Kraus, dem Spielertrainer der SG Sendenhorst. Der sucht nach immer neuen Wegen, sein Bedürfnis nach dem Rasensport zu befriedigen.

Donnerstag, 02.04.2020, 10:08 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 16:24 Uhr
Florian Kraus kann nicht ganz ohne Fußball.
Florian Kraus kann nicht ganz ohne Fußball. Foto: Ulrich Schaper

Florian Kraus ist Spielertrainer bei der SG Sendenhorst , deren A-Liga-Fußballer – wie viele andere Sportler auch – seit Wochen ohne ihr Lieblingshobby auskommen müssen. Der 33-Jährige war früher unter anderem für Rot-Weiß Ahlen , den SC Verl, die Hammer Spielvereinigung, den Delbrücker SC, den FC Gütersloh und Victoria Clarholz aktiv.

 

Wie gehen Sie mit der neu gewonnenen Freizeit um, da auf absehbare kein Training und kein Spiel stattfinden wird?

 

Kraus: Ich habe zwei kleine Kinder zu Hause. Da ist den ganzen Tag Action daheim. Beruflich bin ich Lehrer. Zwar gibt es derzeit keinen Schulunterricht, aber ich bin digital mit der Schule in Videoschaltungen und für Prüfungsvorbereitungen verbunden. Der Rest ist Familienzeit. Wir versuchen aus den Umständen das Beste zu machen.

Und Profi-Fußball gibt es aktuell auch nicht – weder im Fernsehen noch im Stadion. Können Sie ohne diese Unterhaltungsindustrie auskommen?

 

Kraus: Nein. Meine Frau macht sich schon lustig, weil ich alte Spiele auf Sky gucke, wo es Zusammenschnitte von Champions-League-Endspielen aus früheren Jahren zu sehen gibt. Ganz ohne Fußball kann ich nicht. Ich habe mir schon einen Ball aus dem Ballraum geholt und halte ihn manchmal im Garten hoch.

Wann geht es im Amateurfußball weiter? Gehen Sie davon aus, dass im Sommer die Vorbereitung auf die neue Saison startet?

 

Kraus: Das kann man ganz schwierig voraussagen. Dass wir nach dem 19. April wieder spielen, ist für mich schwer vorstellbar. Ich kann mir vorstellen, dass die Unterbrechung noch länger dauert. Es wäre schön, wenn wir den Rest der Saison noch durchspielen könnten. Aber das hängt davon ab, wie die derzeitigen Maßnahmen fruchten und wann man das öffentliche Leben wieder anpassen kann.

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