Fußball-Rückblick: Warendorfer SU erlebt Höhen und Tiefen
Zwischen DFB-Pokal und Kreisliga A

Warendorf -

Man mag es kaum glauben angesichts der derzeitigen Spielklasse, aber die Warendorfer SU hat in den 70er-Jahren sogar mal die erste Runde des DFB-Pokals überstanden. Es war die große Zeit der Fußballer aus der Kreisstadt, die damals in der Verbandsliga kickten. Doch auch danach gab es noch schöne Erfolge. Und vor allem ein Trainer schien von dem Verein einfach nicht lassen zu können.

Mittwoch, 17.02.2021, 17:04 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 17:10 Uhr
Der Ostbeverner Lars Hansen feierte mit der Warendorfer SU 1996 den Aufstieg in die Landesliga und musste damals noch auf dem Ascheplatz ran.
Der Ostbeverner Lars Hansen feierte mit der Warendorfer SU 1996 den Aufstieg in die Landesliga und musste damals noch auf dem Ascheplatz ran. Foto: Archiv

Sie möchte so schnell wie möglich zurück in die Bezirksliga . Der Sturz in die Kreisliga A im Jahr 2018 war für die Warendorfer Sportunion ein Schock, hatte sie doch seit Ende des Zweiten Weltkriegs fast immer höherklassig gespielt. Seit Juni 1972 existiert die Sportunion, die ein Zusammenschluss der drei Vereine Turnverein Warendorf, SV 1911 Warendorf und DJK Westfalia Warendorf war.

Die erste Mannschaft nahm damals den Platz des SV ein, der zuvor seine Heimstätte im Emsstadion am Freibad hatte. Der SV spielte damals in der Landesliga und lief in der Saison 1972/73 erstmals als Warendorfer SU auf.

Wenige Jahre nach dem Zusammenschluss gelingt Verbandsliga-Aufstieg

Wird die Geschichte des SV Warendorf herangezogen, so war es nicht der erste Absturz. Letztmals stieg dieser Verein 1965 in die Kreisliga A ab, konnte den Betriebsunfall aber umgehend korrigieren und auf Anhieb im Folgejahr Platz drei in der Münsteraner Bezirksliga belegen. Ein Jahr später glückte sogar die Meisterschaft, der SV schaffte zum zweiten Mal den Sprung in die Landesliga.

Anders als 1962/63, als das Intermezzo nur ein Jahr dauerte, war der SV Warendorf gekommen, um zu bleiben. Die Hochphase des Warendorfer Fußballs begann. 1974/75 stieg die WSU nämlich erstmals in die Verbandsliga auf. Damaliger Trainer war der ehemalige Bundesligaprofi Gerd Wagner, der zuvor schon bei Rot-Weiß Essen und Eintracht Frankfurt aktiv gewesen war.

Im DFB-Pokal war erst in der zweiten Runde Schluss

Das sportlich beste Jahr in der Vereinsgeschichte erlebte die Sportunion jedoch 1978/79 unter Trainer Harald Norpoth. Der Mittel- und Langstreckenläufer war von 1971 bis 2002 Sportlehrer an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf, besaß sogar eine Trainerlizenz für die Bundesliga. In der Verbandsliga Nordost wurde die WSU Fünfter – direkt hinter dem SC Verl, der aktuell in der 3. Liga spielt.

Auch für den DFB-Pokal war sie qualifiziert, schaltete in der ersten Runde vor 1200 Besuchern daheim den FSV Hemmersdorf aus dem Saarland mit 3:1 aus.

Die Geschichte der Warendorfer im Zeitraffer.

Die Geschichte der Warendorfer im Zeitraffer. Foto: Grafik: Manfred Krieg

Heinz Goldmanns schönstes Spiel war auch sein letztes

Damals war schon Heinz Goldmann mit von der Partie, der später für einige Jahre beim VfL Sassenberg aktiv war. In der zweiten Runde war der Freiburger FC der Gegner und gleichzeitig Endstation. Der damalige Zweitligist, der mittlerweile vom SC Freiburg überholt wurde, schlug die Warendorfer SU mit 4:1 nach 0:1-Rückstand durch Bauer (14.).

Tragisch wurde es 1981 und 1982. Zunächst war die WSU 1981 punktgleich mit dem SSV Mühlhausen an der Tabellenspitze in der Landesliga. Das erste Entscheidungsspiel endete 3:3 nach Verlängerung, im zweiten setzte sich der SSV mit 3:0 durch. Nur ein Jahr später folgte dann der bittere Abstieg in die Bezirksliga.

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