Fußball: Regionalliga West
Ein Hauch von Frühling täte gut – Rot-Weiß Ahlen beim SC Wiedenbrück

Ahlen -

Das Schneechaos ist weitestgehend ad acta gelegt. Rot-Weiß Ahlen überbrückte die Zeit in der Soccerkaue Ahlen und trainiert nun schon seit ein paar Tagen wieder draußen. Der Wetterumschwung kam gerade recht, um sich auf die nächste Partie vorzubereiten. Beim SC Wiedenbrück hofft die Zimmermann-Elf auch ergebnistechnisch auf Tauwetter. Der Trainer warnt vor allem vor zwei Akteuren.

Freitag, 19.02.2021, 16:48 Uhr aktualisiert: 19.02.2021, 16:50 Uhr
Arda Nebi (r.) und RW Ahlen müssen beim Mitaufsteiger SC Wiedenbrück ran. Beide Teams warten schon lange auf einen Sieg.
Arda Nebi (r.) und RW Ahlen müssen beim Mitaufsteiger SC Wiedenbrück ran. Beide Teams warten schon lange auf einen Sieg. Foto: Marc Kreisel

Es geht gegen den Mitaufsteiger, einen Verein aus der unmittelbaren Nachbarschaft und zugleich einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte – selten kommt in der weit verzweigten und tabellarisch größtenteils schon weit entrückten Regionalliga so viel für Rot-Weiß Ahlen zusammen, was vielleicht noch einen kleinen Extrakick Motivation geben könnte. Das Derby beim SC Wiedenbrück ist zugleich die gute, wie wohl auch die letzte Chance, im Februar so etwas wie einen Lauf zu starten.

Training im Schneechaos: Mit Sondergenehmigung in die Soccerkaue

In gut einer Woche steht nämlich die Partie gegen den Tabellenvorletzten aus Bonn an. Mit zwei Siegen würde sich die derzeit reichlich düstere Situation des Schlusslichts aus Ahlen wohl merklich aufhellen – fast so wie es beim Wetter in den vergangenen Tagen passiert ist.

Die massiven Schneefälle hatten für die Zimmermann-Elf zuvor nicht nur die Partie gegen Rot-Weiß Essen unmöglich gemacht. Auch an ein Außentraining war nicht mehr zu denken. Die Ahlener hatten aber noch Glück im Unglück und durften mit einer Sondergenehmigung die Soccerkaue an der ehemaligen Zeche Westfalen nutzen.

Zimmermann: „Wir sind trotzdem froh, dass wir wieder raus können“

Zimmermann hätte seine Jungs zwar deutlich lieber draußen versammelt, konnte sich mit der Notlösung aber gut anfreunden. „Normales Training ist in der Halle zwar relativ schwierig. Aber wenigstens hatten wir rundum Banden. Da wird das Spiel schnell und es gibt viele Zweikämpfe“, sah der RWA-Coach das Positive. „Wir sind trotzdem froh, dass wir seit Anfang der Woche wieder raus können.“ Der Hauch von Frühling kam gerade recht, damit er sich mit seiner Mannschaft noch „voll“ auf die Partie im Nachbarkreis Gütersloh vorbereiten konnte.

Beckhoff und Maier verströmen Gefahr beim Gegner

Beim Gegner hat er Stärken wie Schwächen ausgemacht, die sich auch an den Ergebnissen ablesen lassen. „Wir haben natürlich mitbekommen, dass sie gerade gegen Spitzenreiter Dortmund 2:2 gespielt haben“, so Zimmermann. „Genauso wissen wir aber auch, dass ihr letzter Sieg Ende November war.“ Zimmermanns Mantra, dass jeder Gegner schlagbar ist, man aber auch von jedem geschlagen werden kann, gilt für den SC also in besonderer Weise. „Wir wissen auf jeden Fall, dass sie ordentlich Qualität im Kader haben, sagt „Zimbo“.

Dazu zählt er beispielsweise Phil Beckhoff, der mit zehn Toren Toptorschütze der Gastgeber ist, gegen Dortmund den Anschlusstreffer erzielte und der ganz allgemein das schnelle Umschaltspiel des SCW oft erst so richtig gefährlich macht. Und auch auf Viktor Maier im Sturm müsse man Acht geben.

Drei RWA-Spieler mit Muskelproblemen

Bei den Rot-Weißen fehlen dagegen womöglich Kevin Kahlert, Ilias Anan und Adrian Oeynhausen. Alle drei plagen sich mit muskulären Problemen, was für Zimmermann angesichts der vielen Belagwechsel der vergangenen Tage nicht ganz unerwartet kommt. Doch weder davon noch von den Stärken des Gegners will er sich irritieren lassen. „Wir werden unseren Stil nicht ändern und offensiv spielen“, sagt Zimbo. Denn dass sich seine Mannschaft viele Chancen erarbeite, sei eben ihre Stärke. „Du musst nur aus diesen Chancen mehr Tore machen. . .“

Schaffen seine Ahlener das, läge vielleicht tatsächlich bald ein Hauch von Frühling in der Luft – nicht nur beim Wetter.

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