Volleyball: 2. Bundesliga Nord Frauen
Zweiter Zugang aus Borken: Hannah Hattemer zum BSV Ostbevern

Ostbevern -

Auch der zweite Neuzugang kommt von den Skurios Volleys Borken: Der BSV Ostbevern verstärkt sich zur neuen Saison mit Hannah Hattemer. Die Allrounderin ist im Außenangriff eingeplant. Sie brauche „neuen Input“, sagt die 21-Jährige über ihren Wechsel eine Klasse tiefer in die 3. Liga.

Montag, 03.05.2021, 18:00 Uhr
Nichts, was sie nicht schon mal gespielt hat: Mit Hannah Hattemer kommt eine Allrounderin zum BSV.
Nichts, was sie nicht schon mal gespielt hat: Mit Hannah Hattemer kommt eine Allrounderin zum BSV. Foto: Dirk Rodenbusch

Viel los auf der Route quer durchs Münsterland: Das Personal-Verkehrsaufkommen zwischen den Volleyball-Zweitligisten aus Ostbevern und Borken bleibt hoch. Im Sommer 2020 wechselten Sophia Eggenhaus und Lara Spieß vom BSV zu den Skurios Volleys. Im Januar dieses Jahres schlugen diesen Weg auch Franka van der Veer und Johanna Müller-Scheffsky ein. Und zur nächsten Saison, wenn der BSV in der 3. Liga West neu startet, gibt es wieder einen Doppelpack: Neben Rückkehrerin Eggenhaus ( WN berichteten) kommt mit Hannah Hattemer eine weitere Spielerin aus Borken nach Ostbevern. Das gab der BSV am Montag bekannt.

Qualitäten in der 2. Liga bewiesen

Die 21-Jährige, die in Kürze 22 wird, konnte sich ihrem neuen Team bislang nur online vorstellen. Das genügte Trainer Dominik Münch für diese Einschätzung: „Sie ist total nett, sehr unkompliziert – eine Frohnatur. Sie passt sehr gut in unser Team.“ Und dass wegen Corona kein Probetraining in der Halle möglich war – geschenkt. Hattemer hat ihre Qualitäten hinreichend bewiesen.

Ich finde sie als Angreiferin für ihr Alter schon ganz cool.

Dominik Münch

Nach den Stationen in Rheinland-Pfalz bei ihrem Heimatverein TV Gau-Algesheim und dem TSVgg Stadecken-Elsheim debütierte die 1,84 Meter große Allrounderin mit 18 Jahren beim hessischen Zweitligisten (Staffel Süd) TG Bad Soden. Wegen des Studiums zog Hattemer 2018 nach Münster. Mit den Skurios Volleys Borken feierte sie als Libera auf Anhieb die Meisterschaft in der 2. Liga Nord. In den beiden folgenden Jahren, in denen sie auch auf Ostbevern traf, spielte sie vorwiegend auf der Außen-Annahme-Position, half aber auch immer wieder als Libera oder als Diagonalspielerin aus. Beim BSV ist sie im Außenangriff eingeplant. „Ich finde sie als Angreiferin für ihr Alter schon ganz cool“, sagt Münch über den zweiten Neuzugang für 2021/22.

Mehr Feedback und wieder mehr Spaß

Hattemer gehörte in Borken zur erweiterten Stammbesetzung. Mit „fifty-fifty“ beziffert sie ihre Spielanteile. Trotzdem geht sie aus freien Stücken eine Etage tiefer in Liga drei – und erwartet davon „einen Fortschritt in meiner Entwicklung“. Die Münsteranerin erklärt das so: „Ich brauche mal neuen Input von einem ganz neuen Trainer und einem neuen Team. Die Liga ist für mich zweitrangig.“ In einer Mitteilung des BSV wird sie mit den Worten zitiert: „Ich denke, dass ich hier das Feedback bekomme, das ich zuletzt vermisst habe, und der Spaß am Volleyball wieder mehr Raum bekommt.“ Der Spaß habe pandemiebedingt gefehlt, erläutert Hattemer gegenüber den WN. Feedback und Kommunikation fand sie bei den Skurios Volleys „so semi“. Da erwartet sie beim BSV bessere Bedingungen.

Bislang sieben feste Zusagen

Den Kontakt zum BSV habe Hattemer selbst gesucht, über ihre ehemalige Teamkollegin Sophia Eggenhaus, sagt Münch. „Wir würden ja nicht, vor allem nicht in der laufenden Saison, bei einem Ligakonkurrenten Spielerinnen abwerben.“ Der BSV ist Hattemers fünfter Verein. Die Studentin der Ökotrophologie schreibt derzeit an ihrer Bachelor-Arbeit und hat sich für den Master-Studiengang beworben.

Neben Eggenhaus und Hattemer haben aus dem BSV-Kader dieser Saison bislang fünf Spielerinnen ihre Zusage gegeben: Vera Horstmann, Anna Dreckmann, Sabrina Roer, Andrea Mersch-Schneider und Franziska Seidel.

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