Fußball-Kreisliga B: ASC Schöppingen noch ungeschlagen
„Es ist schwer, gegen uns zu punkten“

Schöppingen -

In der Fußball-Kreisliga B tobt drei Spieltage vor der Winterpause ein Dreikampf um die Spitze – und der ASC mischt munter mit. Zusammen mit Westfalia Osterwick 2 ist Schöppingen als einziges Team noch ungeschlagen.

Freitag, 15.11.2013, 23:11 Uhr

Simon Artmann, Trainer des ASC Schöppingen, hofft darauf, mit seiner Mannschaft den Weg zurück in die A-Liga zu finden. Sein Team ist auf einem guten Weg, hat in der Hinserie noch kein Spiel verloren.
Simon Artmann, Trainer des ASC Schöppingen, hofft darauf, mit seiner Mannschaft den Weg zurück in die A-Liga zu finden. Sein Team ist auf einem guten Weg, hat in der Hinserie noch kein Spiel verloren. Foto: aho

Spitzenreiter ist aber eine andere Mannschaft: Turo Darfeld mit 37 Zählern, einem Punkt mehr als die Vechtestädter und Osterwicks Reserve bislang sammelten. WN-Mitarbeiter Nils Reschke sprach deswegen mit Trainer Simon Artmann, der die Schöppinger nach deren Abstieg aus der A-Klasse im Sommer in einer schwierigen Situation übernommen hatte.

Hand aufs Herz, Simon: Hast du selbst damit gerechnet, dass der ASC so gut dasteht?

Simon Artmann: Dass wir immer noch ungeschlagen sind und eine sehr gute Hinrunde spielen, damit hatte ich anfangs wirklich nicht gerechnet, nachdem ich schon in der Abstiegssaison einige Spiele gesehen hatte. Dennoch war dann im Laufe der Vorbereitung zu spüren, dass die Truppe enormes Potenzial hat, trotz ihres noch sehr jungen Alters. Das wird ja gerne häufig vergessen.

Du sprichst den Start an. Der verlief nicht gerade verheißungsvoll mit einem 0:3 im Pokal gegen Rödder. Ein Weckruf zur rechten Zeit?

Artmann: Ja, genauso war es. Das war nach den Ergebnissen in der Vorbereitung, als wir alle A-Liga-Gegner klar geschlagen haben, sicherlich nicht das Schlechteste, was uns dann gegen Rödder passiert ist. Da dachten alle nämlich, sie seien die Besten. Und dabei haben sie vergessen, dass Fußball auch 90 Minuten harte Arbeit bedeutet. Ich hoffe, dass das unsere einzige Niederlage in dieser Saison bleibt.Trotz Tuchfühlung zur Spitze gibt es sicherlich eine Sache, die du sehr kritisch siehst, oder?

Artmann: Als Trainer gibt es immer Dinge zu kritisieren, natürlich. Zwei unserer drei Unentschieden etwa kamen erst aufgrund von unnötigen Platzverweisen zustande. Daraus haben die Jungs hoffentlich gelernt. Es ist eben immer besser und wichtig, dass wir auch den Kopf eingeschaltet lassen und die eine oder andere strittige Schiedsrichterentscheidung einfach akzeptieren.

Kommen wir zum Positiven, das sicher überwiegt: In der Auswärtstabelle steht Schöppingen sogar aktuell schon auf Rang eins. Wieso ist das Team gerade in fremden Stadien so stark?

Artmann: Uns ist es eigentlich egal, wo wir spielen. Unsere Philosophie lautet, stets zu versuchen, unser eigenes Spiel durchzudrücken. Schon jetzt hat sich abgezeichnet, dass uns dies auch meistens gelingt. Es ist einfach schwer, gegen uns zu punkten. Ob nun im Vechtestadion oder anderswo. Und wenn wir aktuell nicht Erster in der Heimtabelle sind, haben wir dann ja einen Punkt, den wir optimieren können.

Welche Namen stehen im Kader denn ganz besonders für den Erfolg?

Artmann: Auf einzelne Namen gehe ich ungern ein, wir haben unserem 23-Mann-Kader immer gesagt, dass jeder einzelne gebraucht wird. Allerdings will ich meinen Co-Trainer Tobias Haverkock nicht außen vor lassen, denn wir ticken – was den Fußball betrifft – beide gleich und ergänzen uns sehr gut. Das kommt dem Team ebenfalls zugute.

Dann anders herum gefragt: Wie wird es weitergehen mit dem ASC?

Artmann: Bis zur Winterpause stehen noch drei Spiele an: gegen Billerbeck, Lette und unsere eigene Reserve. Wir wollen diese neun Punkte unbedingt, wollen ungeschlagen bleiben – und dann schauen wir gerne, was unsere beiden Konkurrenten bis zur Winterpause gemacht haben.

Erwartest du, dass dieses Trio bis zum Saisonende vorne bleibt?

Artmann: Absolut! Vor der Saison hatte ich schon befürchtet, dass der Aufstieg zwischen diesen drei Mannschaften ausgetragen wird. Ob alle tatsächlich so eng beieinander bleiben? Das werden wir sehen. Auf Platz vier ist der Abstand mit 15 Punkten zu groß, als dass noch ein viertes Team um den Aufstieg mitmischen wird.

Nach den ersten Monaten an der Vechte: Welches Bild konntest du dir machen, wo soll der Weg hinführen?

Artmann: Für mich war es zunächst wichtig, dass die Jungs wieder Spaß am Fußball haben. Ein so zeitintensives Hobby sollte ja glücklich machen. Weil die Mannschaft runderneuert wurde, musste da erst einmal der Schalter gefunden werden, der sich Teamgeist nennt. Den haben wir gefunden und umgelegt. Zumindest mittelfristig ist es für den ASC Schöppingen wichtig, den Weg zurück in die Kreisliga A zu finden, auch wenn wir dieses nicht als Ziel vor die Nase gesetzt bekommen haben! Ich hoffe, dass ich das als Trainer miterleben darf.

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