Fußball: Kreisliga B1
„In diesem Jahr sind wir weiter“

Nienborg -

So richtig verärgert wirkt Rick Reekers zwar nicht. Wieso sollte er auch? Gemeinsam mit Philipp Schlamann holte er bei seiner Premiere als Spielertrainer auf Anhieb die Vizemeisterschaft. Nach den Plätzen acht, zehn und fünf in den drei Jahren zuvor eine klare Steigerung für Rot-Weiß Nienborg. Und trotzdem: Hier und da klingt aus seinen Worten doch so etwas wie Enttäuschung.

Dienstag, 23.07.2019, 19:00 Uhr
Die RWN-Übungsleiter mit ihren Neuzugängen: Co-Trainer Philipp Schlamann, Anton Holtkamp (A-Jugend), Kevin Böcker (SV Heek), Michael Haase (A-Jugend), Marius Freitag (A-Jugend), Ole Pieper (A-Jugend) und Spielertrainer Rick Reekers (von links).
Die RWN-Übungsleiter mit ihren Neuzugängen: Co-Trainer Philipp Schlamann, Anton Holtkamp (A-Jugend), Kevin Böcker (SV Heek), Michael Haase (A-Jugend), Marius Freitag (A-Jugend), Ole Pieper (A-Jugend) und Spielertrainer Rick Reekers (von links). Foto: Mensing

Wobei Reekers zunächst sofort festhält: „Der FC Epe 2 ist verdient Meister geworden.“ Was fehlt, ist ein Aber. „Wenn wir auf diese Saison im Nachhinein mit Abstand schauen, muss ich einfach auch festhalten: Ab und an ist es sicherlich für uns ein bisschen unglücklich gelaufen.“

Da wäre etwa die Zahl der Niederlagen. RWN zog 2018/19 nur drei Mal den Kürzeren, das ist der Bestwert. Pech hatte Nienborg vielleicht auch mit dem Spielplan. Denn auf Meister FC Epe 2 traf die Mannschaft aus dem Eichenstadion direkt am dritten Spieltag (0:2) und wegen der Neuregelung mit zwei vorgezogenen Spieltagen dann schon wieder zweieinhalb Wochen später (2:2). „Und wenn ich dann noch sehe, dass wir zwei unserer drei Niederlagen in den ersten sechs Partien kassiert, danach in 22 Matches nur noch ein einziges Mal verloren haben, gibt es da schon Zusammenhänge“, so Reekers.

Mehr Zeit: Eingewöhnung entfällt

Für ihn und Philipp Schlamann sei damals alles noch komplett neu gewesen: die Trainertätigkeit, der Verein, vor allem der Kader. „Wir haben zunächst eben im Training viel Wert aufs Spielerische gelegt, um möglichst rasch herauszufinden, wo welcher Akteur auf dem Feld am besten aufgehoben ist.“ Die vielen Unentschieden, sieben an der Zahl, resultierten dann auch meist aus fehlender Konzentration. „In diesem Jahr sind wir weiter“, findet Reekers. „Denn es hat sich kaum etwas verändert, auch im Kader nicht. Es war ja nicht so, dass wir damals ein kraftloses Team übernommen und weitergeführt haben. Aber jetzt konnten wir dann doch noch mehr konditionell arbeiten, die Zeit der Eingewöhnung ist entfallen.“

Oder dass Platz zwei im Vorjahr eben nicht für eine Relegation um den Aufstieg zurück in die A-Liga reichte, passe für den Nienborger Übungsleiter ebenso ins Bild: „Das war in den Jahren zuvor noch anders.“ So wie 2014/15, als RWN ebenfalls Vizemeister wurde, an der Kreisliga A schnupperte, aber das Entscheidungsspiel gegen SuS Legden seinerzeit 1:3 verlor.

Rotation zwischen den Pfosten

Doch den Blick haben Rick Reekers und Philipp Schlamann längst wieder nach vorne gerichtet. Auf der Torhüter-Position hat sich am meisten getan. Nachdem sowohl Johannes Helfer als auch Simon Vöcking abgedankt haben, verpflichteten die Rot-Weißen mit Keeper Kevin Böcker vom SV Heek ihren einzigen externen Neuzugang. Für Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten sorgt derweil Marius Freitag aus der eigenen Jugend. Apropos: Stürmer Michael Haase entspringt auch dem Nachwuchs. Dazu gesellen sich noch Verteidiger Anton Holtkamp und Ole Pieper als offensiver Außenspieler.

„Die beiden zählten ja schon letztes Jahr zum Kader, mussten da als A-Junioren aber noch die Doppelbelastung mit Spielen am Samstag und Sonntag verkraften“, so Reekers. „Das fällt jetzt weg. Auch deswegen sage ich: Wir sind einen Schritt weiter.“ Denn Oliver Schmidt, der berufsbedingt aufhört, bleibt dann noch der einzige Abgang, den es zu verkraften gilt.

Platz zwei ist das Ziel – mindestens

Schafft Rot-Weiß Nienborg dann auch in der Tabelle einen Schritt mehr? Ist der Titel drin? „Im letzten Jahr haben wir vorgegeben, unter die Top 3 zu landen, was geklappt hat. In diesem Jahr wollen wir Platz zwei mindestens wiederholen und eben oben mitspielen“, nimmt Rick Reekers kein Blatt vor den Mund. „Wieso sollten wir nach dieser richtig guten Vorsaison auch tiefstapeln? Abzuwarten bleibt natürlich immer, wie gut die Konkurrenz wie TG Almsick aufgerüstet hat. Oder wie sich Absteiger SG Gronau präsentiert. Aber wir in Nienborg haben ganz sicher einen qualitativ starken, konkurrenzfähigen Kader.“

RWN im Pokal

Als erster Verein in unserem Verbreitungsgebiet bestreitet RW Nienborg schon am Donnerstagabend sein erstes Pflichtspiel. Im vorgezogenen Match der ersten Pokal-Runde treffen die Rot-Weißen im Eichenstadion ab 20 Uhr auf die DJK VfL Billerbeck. Spielertrainer Rick Reekers betrachtet diese Partie „als Bonus, den wir gerne mitnehmen. Möglich ist alles, wenn du hinten gut stehst und einen der wenigen Konter dann tatsächlich verwertest“, meint er. „Aber es ist ja klar, dass wir nicht als Favorit in diese Begegnung gehen.“

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