Fußball: Kreisliga A1
Gute Abwehr, starke Pokalauftritte

Schöppingen -

Eigentlich hat der ASC Schöppingen ja bislang auch keine überragende Saison 2019/20 gespielt. Trotzdem sind die Vechtestädter schon mal der beste von vier A-Ligisten im WN-Verbreitungsgebiet. Und in einer Disziplin übertrumpfen sie sogar Epes Bezirksligisten.

Donnerstag, 13.02.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 18:10 Uhr

Denn als einziges Team ist der ASC noch im Kreispokal vertreten. Am 2. April wird eine besondere Partie angepfiffen. Dann erwartet Schöppingen im Vechtestadion im Halbfinale ab 19 Uhr Westfalenligist Spielvereinigung Vreden. Die Chancen stehen also auch dank des Pokal-Wettbewerbes gut, aus einer bislang ordentlichen eine gute Saison zu machen.

Zahlenspiele

Der ASC Schöppingen überwintert auf einem akzeptablen sechsten Platz in der Kreisliga A1. Immerhin zwei Drittel ihrer 18 Begegnungen haben die Kicker um Spielertrainer Rafael Figueiredo nicht verloren. Neun Siege gab es zu bejubeln, sechs Partien wurden verloren. Den Anschluss zumindest am Dritten ASV Ellewick zu halten, wäre möglich gewesen. Doch zum „Finale“ im Kalenderjahr 2019 ließ der ASC mit zwei der insgesamt drei bisherigen Remis gegen die Reserveteams von Eintracht Ahaus (1:1) und Vorwärts Epe (2:2) wertvolle Punkte liegen.

So kommen die Vechtestädter jetzt auf 30 Zähler. Erwähnte Ellewicker wie auch SuS Stadtlohn 2 als Vierter haben 35 Punkte auf dem Konto, der Zweite Union Wessum gar 38. Als sehr gut entpuppte sich das grün-weiße Defensivverhalten im bisherigen Saisonverlauf, was in den vergangenen Jahren ja nicht immer so der Fall war. Abgesehen vom Führungsduo Heek (12) und Wessum (24) sowie GW Lünten (23), das als nur Elfter extrem oft Beton anrührte, stellen die Schöppinger die beste Abwehr der Liga (28).

37 erzielte Tore sind ein guter Wert, aber sicher noch ausbaufähig. Die meisten Tore und den höchsten Sieg erzielte der ASC in den Bülten . Beim FC Epe 2 gewannen die Vechtestädter mit 5:1. Am deutlichsten ihre Grenzen aufgezeigt bekam die Figueiredo-Elf hingegen schon am dritten Spieltag beim 0:4 zu Hause gegen Tabellenführer SV Heek.

Hinterher konnte der Spielertrainer nur mutmaßen, woran es gelegen hatte: „Vielleicht war der Respekt vor diesem Kaliber heute einfach etwas zu groß. Vielleicht haben sich insbesondere die jungen Spieler etwas zu sehr selbst unter Druck gesetzt“, so Figueiredo Ende August 2019.

Serientäter

Gleich zwei 4:1-Siege bei Vorwärts Epe 2 und gegen Ahaus 2 bescherte der Saisonstart den Schöppingern. Ein perfekter Auftakt, dem aber direkt zwei Pleiten folgten. Einen goldenen September und damit auch die beste Serie erlebten alle ASC-Fans anschließend mit vier Erfolgen nacheinander – bis der SV Heek im vorgezogenen Rückrundenspiel diesen sportlichen Höhenflug wiederum stoppte (1:3).

Der Oktober war geprägt von wenig Konstanz, und auf der Zielgeraden des Kalenderjahres 2019 ging den Grün-Weißen dann die Puste aus. Jetzt erlebte die Mannschaft von Rafael Figueiredo ihre schwächste Saisonphase. Erst verlor sie jeweils 0:2 beim FC Ottenstein und gegen Fortuna Gronau auch zu Hause, dann reichte das zuvor schon erwähnte doppelte Remis erneut nicht zum Dreier. Vier Spiele ohne einen Sieg – die musste der ASC zuvor noch gar nicht verdauen.

Und abgesehen vom 0:4 gegen Klassenprimus Heek am dritten Spieltag waren die Schöppinger in Sachen eigene Treffer bis dato auch noch nie komplett leer ausgegangen. Neben dem SVH glückten auch SuS Stadtlohn 2 vier Tore gegen den ASC, der ansonsten seinen Kontrahenten noch nicht mal mehr drei Treffer in einer der restlichen 16 Partien gönnte. Drei Mal spielten die Schöppinger sogar zu null.

Personalfragen

Der Torwart Jens Kortüm ist nicht nur die unumstrittene Nummer eins, die keines der 18 Spiele verpasste. Er ist auch der ASC-Spieler mit den meisten Einsatzminuten (1618). Das schaffte kein Feldspieler der Vechtestädter. Aber ein Quartett kommt auf zumindest 16 absolvierte Matches.

Dass darunter Kapitän Nils Kröger und Spielertrainer Rafael Figueiredo zu finden sind, ist keine große Überraschung. Zu den Dauerbrennern im Trikot der Grün-Weißen zählt aber auch Bastian Fier, der mit 1302 Minuten sogar Rang drei bei den Einsatzzeiten belegt. Davon kann Sven Leuermann mit 834 Minuten zwar nur träumen. Er scheint aber der perfekte Teamplayer zu sein, der jederzeit von der Bank aus für Belebung sorgt. Denn auch Leuermann hat 16 Spiele bestritten.

Keinerlei Überraschungen gibt es in der Torjägerliste, denn Rafael Figueiredo knipst nach wie vor zuverlässig. 14 Treffer erzielte der Spielertrainer in seinen 16 Begegnungen. Nur Jonas Boomkamp (Heek, 15), Frank Rose (17, Wessum) und Marcel Terbrack (18, FC Vreden) waren bisher besser. Nils Kröger kommt auf fünf, Sven Leuermann auf vier Treffer. Maik Menke und Pascal Korthues durften immerhin noch drei Mal, Lucas Küper und Thomas Oderich doppelt jubeln.

Insgesamt trugen sich am Ende zehn ASC-Spieler auch in die Liste der Torschützen ein. Und 22 Akteuren kamen bislang für die Vechtestädter zum Einsatz.

WN-Prognose

Ein Sprung in die Top 3 scheint allemal noch möglich. Fünf Punkte sind aufzuholen. Dafür müsste der ASC aber etwas konstanter und effektiver auftreten. Die Grundlage dafür ist als einer der abwehrstärksten Vereine vorhanden. Mit Rafael Figueiredo haben die Vechtestädter zudem einen im Kader, der weiß, wo das gegnerische Tor steht. Rang drei scheint angesichts von nur fünf Punkten Rückstand also keine Utopie zu sein. Nur der SV Heek dreht als Spitzenreiter mit 44 Punkten und demnach 14 mehr als Schöppingen eben einsam seine Kreise. Dieser Titel ist nicht mehr drin.

Dafür allerdings ein anderer. Im Pokal ist alles möglich. Schöppingen schmiss ja auch schon die Bezirksligisten Wüllen und FC Epe raus. In der Liga zeichnet sich ab, dass der ASC zwischen Platz drei bis sechs als realistisches Ergebnis landet. Den aktuell sechsten Rang werden die Vechtestädter mit diesem qualitativ guten Kader jedenfalls verteidigen.

So geht es für den ASC weiter

Bevor für den ASC Schöppingen am 1. März die Punktspiele wieder mit der Partie gegen SF Ammeloe im Vechtestadion starten, wollen die Grün-Weißen die Zeit in der Vorbereitung noch mit drei Testspielen nutzen. Samstag spielt der ASC ab 14 Uhr bei Turo Darfeld. Am Dienstag (18. Februar) steht ab 19.30 Uhr auf eigenem Platz ein Match gegen Eintracht Coesfeld auf dem Programm. Und für Samstag (22. Februar) ist die Begegnung gegen Vorwärts Wettringen 2 ab 14 Uhr im Vechtestadtion vorgesehen. Alle drei Gegner spielen in der Kreisliga A, die ersten beiden in der Coesfelder, Wettringen in der Steinfurter Staffel.

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