Frauenfußball: 1. Runde im Kreispokal
VfB und FCE stürzen die Favoriten

Gronau -

Oh weh, ASC! Auf dieses statistische Schmankerl hätten Schöppingens Fußballerinnen gewiss gerne verzichtet. Aber so war es nun einmal: Die meisten Tore in der ersten Runde im Frauen-Kreispokal am Donnerstagabend fielen im Vechtestadion.

Freitag, 18.09.2020, 16:51 Uhr
Well done! Vorwärts Epes Fußballerinnen stehen in der zweiten Pokal
Well done! Vorwärts Epes Fußballerinnen stehen in der zweiten Pokal Foto: Angelika Hoof

14 an der Zahl waren es. Das Dumme daran: Gleich ein Dutzend Mal schlug es bei Keeperin Lena Sophie Scheller im ASC-Kasten ein. Und so schieden die Grün-Weißen dann sang- und klanglos gegen Landesligist GW Nottuln mit 2:12 (1:6) aus.

Doch nicht nur den ASC erwischte es direkt in Runde eins. Schon am Montag hatte sich Landesligist Fortuna Gronau mit 0:6 gegen den Cup-Verteidiger DJK VfL Billerbeck aus dem Wettbewerb verabschiedet (wir berichteten). Unterdessen reichten im Eichenstadion Treffer von Marlen Lütke Wissing (2.) und Hannah Loske (40.) Rot-Weiß Nienborg nicht, um eine 2:4-Niederlage gegen die SG Hiddingsel/Rorup zu verhindern.

Doch noch einmal zurück in die Vechtestadt. „Motiviert und positiv gestimmt“ wollten die ASC-Fußballerinnen eigentlich nach dem 6:3 gegen Wüllen in dieses Pokalspiel gehen. So hatte es Keeperin Josefine Halsbenning vorher noch ausgerufen. Im Pokal durfte nun Lena Sophie Scheller ran – und die musste einem fast leid tun.

Denn nach 18 Minuten war die Pokalpartie fast schon entschieden. Da lag der Landesligist nämlich bereits mit 3:0 vorne. Sarah Bunnefeld markierte für Schöppingen zwar den Anschlusstreffer (26.), doch Nottuln ließ nicht locker und drei Treffer bis zum Pausentee folgen. Mit 6:1 ging auch der zweite Abschnitt an die Gäste, die sich für Schöppingen mindestens als eine Nummer zu groß erwiesen. Theresa Everding war es vorbehalten, den ASC zumindest noch ein zweites Mal jubeln zu lassen. Beste Torjägerin auf Seiten des Landesligisten war an diesem Abend Isabel Ueding mit vier Treffern.

VfB und Vorwärts Hand in Hand

Aber genug der schlechten Meldungen. Denn drei Mannschaften aus dem WN-Verbreitungsgebiet zogen auch in die nächste Runde ein. Am vergangenen Sonntag noch hatten sich Vorwärts Epe und der VfB Alstätte in der Meisterschaft 2:2 getrennt. Dieses Mal marschierten sie quasi Hand in Hand zum Erfolg. Beide A-Ligisten siegten nämlich 3:1.

Bemerkenswert war dieses Ergebnis sicherlich im Stadion am Bahnhof. Denn trotz eines 0:1-Pausenrückstandes schaltete der VfB dank der Treffer von Martina Dechering und Theresa Große-Schwiep den Landesligisten SuS Legden noch aus. Der hatte sich nach dem 1:0 durch Christina Krause (37.) wohl etwas zu sicher gefühlt.

Derweil ließ sich Vorwärts Epe beim A-Ligisten TSG Dülmen auch vom 1:0 der Gastgeberinnen nach wenigen Sekunden nicht aus der Ruhe bringen. Lisa Huwe und Wiebke Wigger drehten per Doppelschlag den Spieß schnell um (11./14.). Ein Eigentor der TSG besiegelte nach der Pause das Dülmener Aus (66.).

Irre Partie in den Bülten

Und dann war da noch B-Ligist FC Epe. Der bot seinen Fans am Donnerstagabend eine spektakuläre Partie gegen A-Ligist TuS Wüllen und siegte nach einer sportlichen Achterbahn der Gefühle am Ende mit 6:5.

Steena Staschel erzielte das frühe 1:0 (2.), das der Tus direkt mit dem Ausgleich beantwortete. Jule Mausolf (2) und Helene Perrevort schossen den Außenseiter dann sogar mit 4:1 in Front. Sophia Heying traf später zum 5:2 (55.). Wüllen gab nicht auf, verkürzte auf 4:5. Doch selbst das 6:4 erneut durch Staschel in der Nachspielzeit brachte noch nicht die Entscheidung. Wieder kam Wüllen heran – erst dann war Schluss und der FCE eine Runde weiter.

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