Volleyball-Regionalliga der Frauen
Das Licht ist stärker als der Schatten

Senden -

Eine positive Bilanz zieht Trainer Suha Yaglioglu nach der ersten Regionalliga-Saison des ASV Senden. In der Hinrunde ging seine Truppe ab wie eine Rakete, dann warfen Personalprobleme die Mannschaft auf Platz vier zurück.

Donnerstag, 14.03.2013, 07:03 Uhr

So wie hier beim Auftaktsieg gegen den späteren Meister Marmagen-Nettersheim (3:1) jubelte der Aufsteiger ASV Senden noch öfter in der Hinrunde. Doch nach der Herbstmeisterschaft sorgten viele Verletzte für eine Schwächephäse. V.l: Sara Stetzkamp, Melanie Czubernat, Alisa Kasselmann, Wiebke Fieseler, Maike Herrmann und Anna-Lena Voosholz.
So wie hier beim Auftaktsieg gegen den späteren Meister Marmagen-Nettersheim (3:1) jubelte der Aufsteiger ASV Senden noch öfter in der Hinrunde. Doch nach der Herbstmeisterschaft sorgten viele Verletzte für eine Schwächephäse. V.l: Sara Stetzkamp, Melanie Czubernat, Alisa Kasselmann, Wiebke Fieseler, Maike Herrmann und Anna-Lena Voosholz. Foto: chrb

Zwei Spielzeiten lang waren die Volleyballfrauen des ASV Senden der Schrecken der Konkurrenz. Die Mannschaft von Suha Yaglioglu , gespickt mit ehemaligen Bundes-, Zweit- und Regionalligaspielerinnen, marschierte ohne größeren Widerstand durch die Verbands- und die Oberliga und stieg erwartungsgemäß am Ende der Saison 2011/12 in die Regionalliga West auf.

Nun schien es vorbei mit der Herrlichkeit, die neue Spielklasse versprach endlich Begegnungen auf Augenhöhe für die Yaglioglu-Cracks, anderseits aber auch die Möglichkeit eines ungewohnten Abstiegskampfs. Denkste: „Am Anfang wollten wir nur drinbleiben, aber dann haben wir oben mitgespielt“, erinnert sich der Coach an die Hinrunde .

Nach einem Sieg und einer Niederlage dominierte der Aufsteiger die gesamte Konkurrenz, gewann sechs Mal in Folge – die letzten drei Begegnungen ohne einen einzigen Satzverlust – und thronte schließlich als Herbstmeister auf Platz eins. Der dritte Aufstieg in Folge schien sich abzuzeichnen.

Doch dann schlugen die Personalprobleme durch. Melanie Czubernat, zu Beginn der Saison als Nachfolgerin von Libera Judith Kortwinkel verpflichtet, hatte schon nach dem zweiten Spieltag krankheitsbedingt für die gesamte Restsaison passen müssen. Für sie streifte zunächst Marle Otto das rote Trikot über, fiel bald aber ebenfalls aus beruflichen Gründen aus.

Suha Yaglioglu musste improvisieren. Mal trat der Aufsteiger ohne Libera an, mal versuchten sich Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft wie Tilbe Yaglioglu auf der ungewohnten Position. Doch der Notbehelf konnte den Einbruch nicht verhindern, da der Stammkader auch an anderen Positionen aus beruflichen Gründen, wegen Verletzungen oder Krankheit zusammenschmolz.

Auf die Sieges- folgte eine Niederlagenserie, mit Beginn der Rückrunde war aus dem Triumphator ein Punktelieferant geworden. Der ASV verlor vier Mal in Folge. Auch die Rückkehr von Judith Kortwinkel, die im Sommer zum Medizinstudium nach Mainz gezogen war, nun aber in den Semesterferien wieder zur Verfügung stand, brachte zunächst keine Wende.

Tiefere Sorgenfalten musste der gestürzte Herbstmeister dem Coach aber nicht bereiten. Der ASV taumelte zwar vom Platz an der Sonne auf Rang vier, die Abstiegsplätze waren aber dank des dicken Punktepolsters aus der Hinserie praktisch „außer Reichweite“.

So konnte Suha Yaglioglu in aller Ruhe aus der Not eine Tugend machen. Er baute Spielerinnen aus der Reserve wie Viktoria Micke, Jessica Dohmen oder seine Tochter Tilbe in die Mannschaft ein, die Spielpraxis in der Regionalliga sammeln konnten.

Nach und nach fing sich nun die Mannschaft wieder. In den letzten fünf Spielen holten die Sendenerinnen trotz Grippewelle und schwacher Trainingsbeteiligung sechs Punkte. Die Spitze war längst außer Sichtweite, doch immerhin konnte der ASV den vierten Platz sichern.

„Ich bin eigentlich ganz zufrieden“, resümiert Yaglioglu. „Als Aufsteiger Herbstmeister zu werden, ist hervorragend. Die Schwächephase war unter den Umständen normal.“

Wo die Mannschaft sich in der nächsten Saison positionieren könnte, will der Trainer noch nicht prognostizieren. „Dafür ist es zu früh.“

Wesentlich wird die Breite und Qualität des zukünftigen Kaders sein, der zurzeit noch in den Sternen steht. Gespräche mit den Spielerinnen wurden noch nicht geführt, potenzielle Neuzugänge noch nicht ausgeguckt.

Die Personalplanungen müssen jedoch in Yaglioglus Konzept passen: „Es ist wichtig, dass ich meinen Kernkader behalte und die Jugendlichen auch weiterhin ihre Chance bekommen.

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