Volleyball-Verbandsliga der Frauen
Personalprobleme trüben die Bilanz

Senden -

Die zweite Volleyball-Damenmannschaft des ASV Senden blieb in dieser Saison unter ihren Möglichkeiten. Für das Team mit den vielen Talenten sprang nur Platz sieben heraus. Trainer Christian Hahne ist damit nicht zufrieden, die Truppe hatte aber auch immer wieder mit großen Personalsorgen zu kämpfen.

Freitag, 22.03.2013, 16:00 Uhr

ASV-Trainer Christian Hahne ist mit der Saison nicht zufrieden.
ASV-Trainer Christian Hahne ist mit der Saison nicht zufrieden. Foto: chrb

„Der siebte Platz ist auf dem Papier nicht so schön und ein bisschen enttäuschend. Vom Potenzial her hätte ich uns weiter oben gesehen.“ Volleyballtrainer Christian Hahne , erst im vergangenen Sommer von Blau-Weiß Aasee 2 zur Reserve des ASV Senden gewechselt, ist mit der nun abgeschlossenen Spielzeit in der Verbandsliga unzufrieden. Dass seine Frauenmannschaft unter ihren Möglichkeiten blieb, hatte jedoch nicht nur sportliche Gründe. Vor allem in der Rückserie sorgten Verletzungen, die über Wochen grassierende Grippewelle und schulische Verpflichtungen für Schläge ins Kontor.

Dabei hatte die Saison sehr gut begonnen. Gegen den OTSV Preußisch Oldendorf, kurz zuvor in der alten Saison noch Gegner in der Abstiegsrelegation, gewann die Hahne-Truppe souverän mit 3:1. Dann der Rückschlag: Seine Mannschaft habe sich durch die guten Ergebnisse in der Vorbereitung und den Sieg gegen Oldendorf blenden lassen und die nächsten Begegnungen auf die leichte Schulter genommen. Die Folge waren drei klare Niederlagen, die den ASV-Nachwuchs erst einmal in den Tabellenkeller beförderten.

Auf dem Boden der Tatsachen angelangt, zeigten die Spielerinnen der ASV-Reserve, was in ihnen steckt. Sie zogen sich mit vier Siegen am Stück wieder aus dem Sumpf. „Da haben wir relativ konzentriert gespielt und hatten immer einen relativ großen Kader“, erinnert sich Hahne.

Doch zumindest das Letztere sollte sich schnell wieder ändern. „Beim Spiel in Ostbevern hatten wir zum ersten Mal eine richtige Notsechs und haben uns trotzdem noch achtbar geschlagen“, sagt der ASV-Trainer über den Hinrundenabschluss beim Liga-Überflieger BSV.

In der Rückserie schlug dann der Grippevirus zu, „unterstützt“ durch schulische Verpflichtungen des Sendener Nachwuchses und den Umstand, dass Spielerinnen wie Viktoria Micke und Tilbe Yaglioglu auswärts oft in der ersten Sendener Mannschaft spielten. Mehrere Wochen lang trat die ASV-Zweite nur mit sechs oder sieben Spielerinnen an. Statistisch gesehen folgten auf einen Sieg zwei Niederlagen. „Das war schon eine haarige Situation“, erinnert sich Hahne.

Doch das Punktepolster, das sich seine Mannschaft bis dahin angefuttert hatte, brachte sie nicht in akute Not. Am 15. Spieltag hatte das Team beim TSC Münster-Gievenbeck 2 den ersten „Matchball“ zum Klassenerhalt, vergab ihn aber mit einer 1:3-Niederlage. Doch in der Woche darauf, im Heimspiel gegen den TV Werne 2, sicherten sich die Sendener Mädchen mit einem klaren 3:0 den Ligaverbleib, drei Spieltage vor dem Saisonende.

Wie der Kader in der nächsten Saison aussehen wird, steht noch nicht fest. Nur eines ist schon sicher: Routinier Karin Althoff werde sich eine „schöpferische Pause“ vom Volleyball nehmen, so Hahne.

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