Fußball: Landesliga 4
Ein Dreier mit Hängen und Würgen

Senden -

„Ich habe selten einen Schlusspfiff so herbeigesehnt wie heute“, meinte ein erleichterter Trainer Rainer Leifken. Mit 3:2 gewann Fußball-Landesligist VfL Senden gegen den SV Burgsteinfurt.

Sonntag, 16.10.2016, 23:10 Uhr

Der Siegtreffer: Der kurz zuvor gefoulte Rabah Abed erzielt vom Strafstoßpunkt das 3:2 für die Gastgeber.
Der Siegtreffer: Der kurz zuvor gefoulte Rabah Abed erzielt vom Strafstoßpunkt das 3:2 für die Gastgeber. Foto: Simon Walters

Bereits in der ersten Hälfte waren die Sendener spielbestimmend. Es dauerte aber bis zur 19. Minute, bis ein Angriff mal konsequent zu Ende gespielt wurde. Dennis Ottos flache Flanke von rechts verwandelte Florian Kaling eiskalt. Nur wenige Minuten später fiel jedoch schon der Ausgleich per Kopf durch SVB-Stürmer Lucas Bahlmann.

Nach der Pause sah es zunächst so aus, als ob der VfL nun konzentrierter spielen würde. Felix Stutenkämper erzielte mit einem Schuss rechts oben in den Winkel das 2:1. Sicherheit ins Sendener Spiel brachte aber auch diese Führung nicht. Nachdem die Sendener Verteidigung zunächst in höchster Not auf der Linie klären konnte, behielt der Burgsteinfurter Alexander Hollermann im anschließendem Abwehrchaos als Einziger den Überblick und schob den Ball zum 2:2 ins Tor. „Wir haben es heute in keiner Phase der Partie geschafft, Ruhe in unser Spiel zu bringen“, merkte Leifken später kritisch an.

Zehn Minuten vor Schluss ereignete sich die spielentscheidende Szene: Einen Kopfball von Rabah Abed , konnte Feldspieler Max Feldhues auf der Linie nur noch, in Luis- Suarez-Manier, per Hand aufhalten. Die folgerichtige Konsequenz war die Rote Karte und ein Elfmeter. So erzielte Abed das 3:2 statt per Kopf vom Punkt aus mit einem Flachschuss in die rechte Ecke.

Ab der 82. Minute war der SV Burgsteinfurt dann sogar nur noch zu neunt auf dem Feld. Fabian Erbers Halten gegen Lucas Morzonek als letzter Mann wurde vom Schiedsrichter mit Rot geahndet. Doch der VfL konnte die zweifache Überzahl nicht nutzen. Ein Lattenschuss vom eingewechselten Joshua Dabrowski in der 90. Minute blieb die letzte Gelegenheit.

„Die letzten zehn Minuten spielen wir trotz Überzahl nicht souverän runter“, konstatierte Leifken. „Man hat gesehen, dass die letzten Spiele nicht spurlos an der jungen Mannschaft vorbeigegangen sind. Wir arbeiten aber weiter und freuen uns über den Sieg.“

VfL: Dening – Kelle (66. Schulte), Reickert, Belkadi, Kintrup – Otto, Morzonek, Berning, Stutenkemper – Kaling (84. Dabrowski), Abed. Tore: 1:0 Kaling (19.), 1:1 Bahlmann (24.), 2:1 Stutenkemper (47.), 2:2 Hollermann (64.), 3:2 Abed (80./ HE) Beste Spieler: Berning, Kaling. BV: Rote Karten für die Borghorster Feldhues (80.) und Erber (82.).

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