Handball: Verbandsliga 2
Die zweitbeste Abwehr wackelt – ASV Senden verliert gegen RSVE Siegen

Senden -

Die bislang so starken Deckungsleistungen des ASV Senden waren gegen den RSVE Siegen nicht zu sehen. Die Gastgeber kassierten 39 Tore, davon 24 in der zweiten Halbzeit.

Montag, 27.03.2017, 07:03 Uhr

ASV-Rückraumspieler Marius Hintze beteiligte sich mit sieben Treffern an dem Torreigen in der Partie gegen Siegen.
ASV-Rückraumspieler Marius Hintze beteiligte sich mit sieben Treffern an dem Torreigen in der Partie gegen Siegen. Foto: Marco Steinbrenner

Mit 548 Gegentreffern in 21 Begegnungen besaß Handball-Verbandsligist ASV Senden vor dem 22. Spieltag und der Heimpartie gegen den RSVE Siegen hinter dem Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen (510) die zweitbeste Abwehr der Liga. Doch die bislang so starken Deckungsleistungen waren am Sonntagabend in der Neuen Halle des Sportparks nicht zu sehen. Das Team von Trainer Slawomir Cabon verlor gegen Siegen trotz einer zwischenzeitlichen 17:15-Führung zur Halbzeitpause am Ende deutlich mit 33:39.

Der ASV-Coach machte die Niederlage an zwei Ursachen fest. Zum einen habe das Team aus Senden in Person von Christoph Chwalek und Jonas Rottstegge das Torhüterduell gegen Siegens Schlussmann Jannis Michel verloren. „Außerdem hielt Siegen die sehr hohe Trefferquote über die gesamten 60 Minuten aufrecht. Das ist uns leider nicht gelungen.“

Die Cabon-Sieben startete vielversprechend in die Partie und erarbeitete sich bis zur 18. Minute einen 11:9-Vorsprung heraus. In einer spannenden und abwechslungsreichen Begegnung konnten sich die Gastgeber allerdings nicht absetzen. Der RSVE Siegen ging nur vier Minuten später selbst mit einem Treffer (13:12) in Front. Zum Halbzeitpfiff jedoch lag der ASV wieder vorne (17:15).

Kein Zuschauer konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass am Ende die Begegnung mit sechs Treffern und 39 Gegentoren verloren werden sollte. Allein 24-mal mussten Chwalek und Rottstegge den Ball nach dem Seitenwechsel aus dem Netz holen. Die dritte Heimniederlage der Saison zeichnete sich erst in den letzten 20 Minuten ab. Nach dem 21:21 scheiterten die ASV-Spieler immer wieder am überragenden Michel zwischen den RSVE-Pfosten.

Der mittlerweile eingewechselte Janis Wieczorek traf zweimal auf der Linksaußenposition das Außennetz, Aaron van der Poel fand bei einem Tempogegenstoß in Michel seinen Meister, und der ansonsten sehr stark am Kreis agierende Dennis Richter traf nur den Pfosten. Auf der anderen Seite schloss Siegen nahezu jeden Angriff mit einem Treffer erfolgreich ab. „Wir sind zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, kritisierte Cabon nach dem Spiel.

ASV: Chwalek, Rottstegge – Richter (8), Giesbert (7), Hintze (7), Kuhlmann (5), van de Pol (3), van der Poel (1), Wieczorek (1), Schürkamp (1), Schrief.

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