Volleyball: 3. Liga Frauen
Erst Enttäuschung – dann der Jubel: ASV Senden feiert ersten Heimsieg

Senden -

Achterbahn fuhr der ASV Senden mit den Gefühlen und Nerven seiner Anhänger – und der eigenen. Den fast schon gebuchten Heimsieg nach drei Sätzen hatte der Gastgeber verdaddelt. Am Ende musste er gegen den VfL Lintorf sogar in den Tiebreak. Dann begann das Drama erst richtig.

Sonntag, 02.12.2018, 14:20 Uhr
Keine Grenzen kannte der Jubel nach dem gewonnenen Tiebreak-Drama. Zwei Matchbälle hatte der ASV abgewehrt, den sechsten eigenen genutzt. Da war er dann, der erste Heimsieg.
Keine Grenzen kannte der Jubel nach dem gewonnenen Tiebreak-Drama. Zwei Matchbälle hatte der ASV abgewehrt, den sechsten eigenen genutzt. Da war er dann, der erste Heimsieg. Foto: Christian Besse

Erst die große Enttäuschung, dann der große Jubel. Mit 2:0-Sätzen, 6:1 und dann 7:2 Punkten führten die Volleyballerinnen des ASV Senden gegen Drittliga-Schlusslicht VfL Lintorf – der erste Heimsieg der Saison war zum Greifen nah. Doch der Gastgeber verdaddelte es noch: Die Niedersachsen gewannen nicht nur diesen Durchgang, sondern auch noch den nächsten. Der Tiebreak wurde ein Drama: Zwei Matchbälle des VfL wehrte der ASV ab, fünf eigene konnte er nicht nutzen. Dann – nach 2:15 Stunden Spielzeit und beim Stand von 20:19 aus Sendener Sicht – brachte Lintorf den Ball nicht mehr ins Feld zurück. Die Erleichterung der ASV-Spielerinnen brach sich in ausgelassenem Jubel Bahn. Da war er doch noch, der erste Heimerfolg.

„Ich freue mich sehr über den Einsatz, den die Mannschaft gezeigt hat“, so Trainer Suha Yaglioglu. Dem Gastgeber hatten nur zwei Einwechselspielerinnen zur Verfügung gestanden, der VfL dagegen hatte eine volle Bank. Dass Lintorf trotz klaren Rückstands noch den 2:1-Satzanschluss geschafft hatte, war für den ASV- Coach daher keine Überraschung gewesen. „Ich hatte zur Mitte, spätestens zum Ende des dritten Satzes mit einem Einbruch gerechnet“, sagte Yaglioglu. Dass seine Spielerinnen auch den vierten Satz abgaben, enttäuschte ihn dann doch. „Das ist schade“, meinte er über den damit verloren gegangenen dritten Punkt für die Tabellenwertung.

Schon im zweiten Satz hatten sich die ersten Konzentrationsschwächen gezeigt. Mit 4:0, 12:6 und 21:16 hatten die Sendenerinnen nach Aufschlagserien von Viktoria Micke, Doreen Luther und Felicitas Täger vorne gelegen. Zwei Mal gaben sie den Vorsprung wieder aus der Hand, dann machten sie den Sack zu.

Kurz nach Beginn des dritten Satzes kam der von Yaglioglu erwartete Einbruch. Ganze neun Punkte machte der ASV noch, nachdem der Aufsteiger aus Niedersachsen, in dieser Saison noch ohne Sieg, seine Aufholjagd gestartet hatte. Im vierten Durchgang waren die Gastgeberinnen wieder da, führten mit 22:20. Doch auch zu einem 3:1-Sieg sollte es nicht reichen – zwei Blockfehler und drei Ausbälle zwangen den Favoriten in den Tiebreak.

Der begann mit einem fetten Dämpfer. Mit 0:4 lag der Außenseiter zurück, eine weitere Heimniederlage lag in der Luft. Doch die Spielerinnen krempelten noch einmal die Ärmel hoch, hatten mit dem 14:13 sogar Matchball. Doch auch der sollte reichte nicht. Das Drama sollte erst beginnen.

ASV: Altas, Claassen, Hoffmann, Micke, Lethaus, Lichte, Luther, Täger.

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