Volleyball: DVV-U 16-Auswahl
Mia Kirchhoff: „Ich war ganz auf den Sport fokussiert“

Senden -

Das Qualifikationsturnier zur U 16-EM im nordfranzösischen Harnes begann für Mia Kirchhoff, Außenangreiferin des Drittligisten ASV Senden, äußerst vielversprechend. Das Ende war weniger schön.

Mittwoch, 16.01.2019, 19:00 Uhr
Und Action: ASV-Außenangreiferin Mia Kirchhoff (r.) beim Turnier in Nordfrankreich.
Und Action: ASV-Außenangreiferin Mia Kirchhoff (r.) beim Turnier in Nordfrankreich. Foto: VC Harnesien

Mia Kirchhoff , Volleyballerin des ASV Senden , ist mit einem Haufen positiver Eindrücke vom EM-Qualifikationsturnier der deutschen U 16-Nationalmannschaft in Frankreich zurückgekehrt – leider aber auch mit einem dicken Fuß. Unser Redaktionsmitglied Florian Levenig hat mit der 14-Jährigen gesprochen.

Du hast Dich im letzten Spiel gegen Spanien verletzt. Wie geht es Dir?

Kirchhoff: Die Ärzte sagen, es ist eine Bänderverletzung.

Du weißt aber schon, dass Du beim ASV im Drittligaabstiegskampf noch gebraucht wirst, oder?

Kirchhoff: Na ja, ich denke nicht, dass ich monatelang ausfallen werde. Aber aktuell ist an Volleyball nicht zu denken.

Ansonsten war es, gerade für Dich persönlich, eine sehr gute Woche in Harnes.

Kirchhoff: Kann man so sagen. Da nach dem Lehrgang Anfang Januar in Aachen noch mal sechs Spielerinnen aussortiert wurden, war ich ja schon froh, überhaupt in Nordfrankreich dabei sein zu dürfen. Dass ich in jeder Partie zum Einsatz gekommen bin: umso schöner.

Wenn zum ersten Mal die Nationalhymne ertönt: Rutscht einer jungen Sportlerin da nicht das Herz in die Hose?

Kirchhoff: Es ist schon ein emotionaler Moment. Aber sobald die Spiele losgingen, war ich wieder ganz auf den Sport fokussiert.

Auch dass Deine komplette Familie auf der Tribüne saß, scheint Dich nicht nervös gemacht zu haben.

Kirchhoff: Nein, ich habe mich gefreut. Zumal ich da ja schon fast zwei Wochen weg war aus Senden.

Du hast bei ASV-Coach Suha Yaglioglu viel gelernt. Konnte Dir Bundestrainer Jens Tietböhl überhaupt noch was beibringen?

Kirchhoff: Suha hat mir in der Tat unglaublich viel beigebracht. Der Unterschied ist vielleicht der, dass bei der Nationalmannschaft jeder noch so kleine technische Fehler sofort angesprochen wird. Ich denke, dass ich dadurch in der Annahme noch stabiler geworden bin.

Die ersten Spiele liefen, ergebnistechnisch, nicht ganz so gut fürs DVV-Team.

Kirchhoff: Stimmt. Wobei man bedenken muss, dass die Niederlande und Belgien seit zwei Jahren gemeinsam trainieren – und wir seit 14 Tagen. Gerade gegen Belgien, den späteren Turniersieger, waren wir trotz des 0:3 phasenweise richtig gut.

Diesen Schwung habt Ihr dann mitgenommen in die Partie gegen Portugal.

Kirchhoff: Ja. Wir wussten, dass wir die Portugiesinnen schlagen müssen, um nicht Letzter in unserer Gruppe zu werden. Das wäre das Ende aller Europameisterschaftsträume gewesen. Trotzdem waren wir nicht verkrampft – und haben das Spiel dann 3:1 gewonnen.

Wie geht’s in Sachen EM weiter?

Kirchhoff: Ende April findet ein weiteres Qualifikationsturnier statt. Ich hoffe natürlich, dass ich dann wieder zu den zwölf auserwählten Spielerinnen zähle.

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