Fußball: Landesliga 4
Hauptsache Schalke-Fan – Philip Just wechselt vom VfL Senden zum SV Herbern

Senden/Herbern -

Philip Just (VfL Senden) ist ein intelligenter, ehrgeiziger, vielseitig verwendbarer Fußballer. Der Hauptgrund dafür, dass ihn der SV Herbern zur neuen Saison verpflichtet hat, ist aber ein anderer.

Freitag, 22.03.2019, 21:46 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 21:52 Uhr
Hat bis dato nicht eine einzige Minute beim SVH-Ligarivalen VfL Senden verpasst: Philip Just (l.).
Hat bis dato nicht eine einzige Minute beim SVH-Ligarivalen VfL Senden verpasst: Philip Just (l.). Foto: flo

Holger Möllers lobt Philip Just in den höchsten Tönen. Der junge Mann verfüge über eine enorme Spielintelligenz, sei so kopfball- wie zweikampfstark, habe den nötigen Ehrgeiz und – das Wichtigste – „er ist Schalke-Fan“. Okay, Letzteres sagt der glühende S 04-Anhänger Möllers natürlich nur im Spaß. Bleiben trotzdem noch genug Gründe, wieso sich Herberns Coach über die erste Neuverpflichtung für die kommende Spielzeit freut.

VfL trauert

Möllers hat sehr genau – und auch etwas überrascht – den Werdegang des Defensiv-Allrounders verfolgt: „Dass er gleich in seinem ersten Seniorenjahr so einschlägt, hätte ich kaum für möglich gehalten.“ Nicht eine einzige Minute hat der 19-Jährige beim Ligarivalen VfL Senden bis dato verpasst. Umso bitterer ist der Wechsel im Sommer für seinen Noch-Verein. „Enttäuschend“ nennt VfL-Cheftrainer André Bertelsbeck die Personalie. Auch Sendens sportlicher Leiter Taylan Berik räumt ein, „dass wir Philip sehr gern gehalten hätten. Gleichwertigen Ersatz auf der Position zu finden, wird nicht einfach.“

Vielseitig verwendbar

Im Sportpark ist der Schlaks als Linksverteidiger gesetzt. Möllers kann sich Just aufgrund dessen Körperlänge auch im Abwehrzentrum vorstellen – oder direkt davor. Wobei Just selbstverständlich wisse, „dass er bei uns keine Stammplatzgarantie hat“. Anders als bei den personell gebeutelten Sendenern gibt es an der Werner Straße nicht eben einen Mangel an fähigen Defensivleuten.

Trotzdem stellt sich der Ascheberger, der bereits für den Nachwuchs der Blau-Gelben aktiv war, der Konkurrenz. Die Gespräche mit dem SVH-Trainerstab seien sehr konstruktiv gewesen, so der künftige Herberner. Eine weitere Rolle dürfte gespielt haben, dass noch nicht abschließend geklärt ist, ob Bertelsbeck in Senden bleibt und wie der VfL-Kader 2019/20 aussieht.

Gemen-Spiel abgehakt

André Bertelsbeck war nach dem 1:3 vor sechs Tagen in Gemen ziemlich geknickt – „was eigentlich nicht meine Art ist“. Aber er habe einfach nicht fassen können, wie sich sein Team in der Anfangsphase habe vorführen lassen. Inzwischen hat sich die Laune von Sendens Coach wieder gebessert – auch weil Torjäger Rabah Abed seine Sperre abgesessen hat und zwei Mann (Tim Castelle, Max Leisgang) aus der eigenen U 19 im Heimspiel gegen den TuS Altenberge (Sonntag, 15 Uhr) helfen. Dafür fehlt Jan Reickert (fünfte Gelbe). Angeschlagen sind Patrick Reckmann, Joshua Dabrowski und Adrian Keßler. Je nach Spielverlauf wäre Bertelsbeck „schon mit einem Remis einverstanden“.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6490474?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35339%2F
Mehran Moradi lebte neun Monate unter dem Schutz des Kirchenasyls im Haus Liudger
Kirchenasyl-Fall in Greven (von links): Kaplan Ralf Meyer, Flüchtling Mehran Moradi und Helfer Erich Döring.
Nachrichten-Ticker