Reiten: Kreisturnier Coesfeld
Die Sonne brennt fortissimo

Coesfeld -

Bei brütender Hitze hat in Coesfeld-Flamschen das Kreisreiterturnier begonnen. Höhepunkt des ersten Tages war der Geländeritt. Pech hatte Carolin Rips vom RV Seppenrade, die mit ihrer Stute Lady die Idealzeit nur knapp verpasste.

Mittwoch, 19.06.2019, 18:00 Uhr
Carolin Rips und Lady verpassten die Idealzeit beim Geländeritt nur um eine Sekunde.
Carolin Rips und Lady verpassten die Idealzeit beim Geländeritt nur um eine Sekunde. Foto: Uli Hörnemann

Die Sonne brannte unablässig auf die schmucke Anlage. „Meine Güte“, stöhnte Marcus Voss, Gastgeber im Pferdesportzentrum Flamschen, „ist das eine Affenhitze.“ Die Temperaturen waren fortissimo auf 28 Grad geklettert.

Schwül war’s, als sich Kirsten Eiersbrock, die Amazone vom RV Nottuln, mit ihrem Wallach Aaron als Erste auf den Weg durch das Gelände machte. 1400 m lang war die Strecke der Klasse A*. Drei Minuten und sieben Sekunden lautete die Richtzeit, die die 45 Teilnehmer aus 13 Teams beim Geländeritt möglichst genau einhalten sollten. Eiersbrock und ihr Westfale gaben alles, doch mit 200 Sekunden waren beide zu langsam und kassierten Strafpunkte.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Marie Gloe vom RV Billerbeck, die Dame mit der Startnummer sechs, führte ihren 14 Jahre alten Westfalen Sunrise sicher durch den Wassergraben, wo noch manche Konkurrenten ihre Probleme haben sollten, und dicht an die geforderte Zeit heran. 186 Sekunden benötigte das sehr gut harmonierende Paar. Nur eine winzige Sekunde fehlte, dann wäre Pferd und Reiterin eine Punktlandung gelungen. O-Ton Markus Terbrack, Vorsitzender des Kreisreiterverbandes Coesfeld und Trainer vom RV Nottuln: „Das war knapp.“ Auch Carolin Rips vom RV Seppenrade verfehlte mit Lady die Idealzeit nur um Haaresbreite.

Meine Güte, ist das eine Affenhitze.

Marcus Voss vom RV Coesfeld-Lette

Rika Segbert, eine Klubkollegin von Eiersbrock, eilte genauso flott durch den anspruchsvollen, fairen Parcours, den Jacek Krajczok zusammengestellt hatte. Mit Ratz Fatz, auch ein Westfale, aber erst acht Jahre jung, erzielte sie 186 Sekunden, sodass Gloe und Segbert die identische Zeit für die 18 Hindernisse benötigt hatten.

Die drückende Luft machte allen zu schaffen, auch den Zuschauern, die zum Auftakt des Kreisturniers in die Bauerschaft Flamschen gekommen waren. „Wenn die Pferde gut konditioniert sind, sollten sie das ohne Schwierigkeiten schaffen“, betonte Marcus Voss, erster Vorsitzender des Ausrichters RV Coesfeld-Lette, „bei 30 Grad und mehr wird’s heftig.“ Ganz so knackig heiß war es nicht.

Es folgten Reiter auf Reiter. Laurenz Terbrack, das 14-jährige Talent aus Nottuln, dem Papa Markus und Mama Maria das Talent in die Wiege gelegt haben, sattelte als 33. Starter sein Erfolgspferd Cayman und hätte aus dem führenden Duo fast noch ein Trio gemacht. Mit 184 Sekunden war er zwar zwei Sekunden schneller unterwegs als die Siegerinnen der beiden Abteilungen Gloe und Segbert, die dafür näher an der geforderten Zeit (187 Sekunden) waren.

Der RV Nottuln I, Titelverteidiger im Mannschaftswettkampf um die Kreisstandarte, hatte lediglich Terbrack und Lisa Stahl (188 Sekunden) nominiert. „Wir haben voll auf Risiko gesetzt und auf eine dritte Person verzichtet“, meinte Markus Terbrack, „es hat geklappt.“ Sie brauchten kein Streichergebnis und sind jetzt mit der Coesfelder Equipe gemeinsam Fünfter im Mannschaftswettkampf mit 59,95 Punkten, hinter Holsterbrink/Gescher, Appelhülsen, dem RV St. Hubertus Ascheberg und Werne, alle 60,00 Punkte.

 

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