Volleyball: U 16-EM
Hauptsache Italien – Mia Kirchhoff und Co. wollen ins Halbfinale

Senden -

Mia Kirchhoff, die viele Jahre für den ASV Senden gespielt hat, ist ab Samstag mit der DVV-Auswahl bei der Europameisterschaftsendrunde in Zagreb und Triest am Ball. Heimweh hat die 15-Jährige nicht – aus gutem Grund.

Freitag, 12.07.2019, 19:57 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 20:01 Uhr
Qualifizierten sich in Polen auf den letzten Drücker, aber dennoch souverän für die Europameisterschaftsendrunde: Mia Kirchhoff (r.) und ihre Mitstreiterinnen. 
Qualifizierten sich in Polen auf den letzten Drücker, aber dennoch souverän für die Europameisterschaftsendrunde: Mia Kirchhoff (r.) und ihre Mitstreiterinnen.  Foto: CEV

Wenn ab dem heutigen Samstag die deutsche U 16-Volleyball-Mannschaft bei der EM-Endrunde in Kroatien und Italien die Gruppenphase bestreitet, darf eine Sendenerin nicht fehlen: Mia Kirchhoff . Die Außenangreiferin des örtlichen Drittligaabsteigers zählte sowohl beim Vorbereitungsturnier in Frankreich als auch bei der Qualifikation in Polen zu den Besten im Team. Unser Redaktionsmitglied Florian Levenig sprach kurz nach der Ankunft der DVV-Auswahl in Zagreb mit der 15-Jährigen.

Deine erste internationale Meisterschaft – aufgeregt?

Kirchhoff: Ein bisschen schon. Aber ich denke, unsere Bundestrainer Manuel Hartmann und Jens Tietböhl haben uns gut eingestellt.

Ihr habt Euch in Belgien vorbereitet.

Kirchhoff: Genau, eine Woche lang. Am Donnerstagvormittag sind wir dann von Frankfurt nach Zagreb geflogen.

Wie war der erste Tag?

Kirchhoff: Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Freizeit. Danach ging’s zur Physiotherapie und anschließend gleich zum ersten Training in die Halle.

Gut zwei Wochen bist du insgesamt unterwegs. Vermisst Du Senden schon?

Kirchhoff: Noch geht’s. Ich telefoniere ja täglich mit meinen Eltern. Und bei der EM sitzt die ganze Familie auf der Tribüne. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass ich länger von zu Hause weg bin.

Was sagen Deine Lehrer am JHG dazu, dass Du so lange die Schule schwänzt?

Kirchhoff: Die kommen mir sehr entgegen, wann immer ein Turnier ansteht. Wobei ich das Versäumte natürlich nachholen muss. Im Sommer wechsele ich ans Pascal-Gymnasium Münster, eine NRW-Sportschule. Dann wird es mit der Freistellung noch einfacher, da das Pascal eng mit dem Bundesstützpunkt kooperiert.

Dort schlägst Du fortan für den VCO in Liga drei auf.

Kirchhoff: Nicht nur das. In der Jugend spiele ich künftig für Borken-Hoxfeld, da vier Mädchen von dort ebenfalls in Münster sind – und wir quasi eingespielt.

Also Adieu ASV?

Kirchhoff: So sieht es derzeit aus. Natürlich verlasse ich Senden mit einem weinenden Auge. Aber die Entscheidung, jetzt den nächsten Schritt zu machen, fühlt sich genau richtig an.

Was ist Euer EM-Ziel?

Kirchhoff: Nach Möglichkeit Gruppenerster oder -zweiter werden. Dann wären wir im Halbfinale am kommenden Wochenende in Triest. Da Deutschland zum allerersten Mal an einer U 16-Europameisterschaft teilnimmt, wissen unsere Trainer allerdings relativ wenig über die Gegner. Traditionell stark im Damenbereich sind die Russinnen. Und Kroatien dürfte sich, zumal vor eigenem Publikum, auch was ausrechnen.

Fährst Du im Training die Ellbogen aus, um Deinen Stammplatz im Team zu behaupten?

Kirchhoff: Nein, die Harmonie innerhalb der Mannschaft ist ziemlich groß. Keine neidet der anderen die Einsatzzeiten.

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