Fußball: Landesliga 4
VfL Senden gegen Heiden überlegen, aber glücklos

Senden -

Ballbesitz wie der FC Barcelona, vor allem in der zweiten Halbzeit auch viele Torchancen: Beim VfL Senden passte bei der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Viktoria Heiden vieles. Unmittelbar nach der größten Chance für das Team von André Bertelsbeck schlugen die Gäste eiskalt zu.

Sonntag, 29.09.2019, 23:40 Uhr
Senden permanent am Ball: Joshua Dabrowski führt das Spielgerät für den VfL, Felix Berning (hinten links) und Eldin Celebic (2. von rechts) schauen interessiert zu.
Senden permanent am Ball: Joshua Dabrowski führt das Spielgerät für den VfL, Felix Berning (hinten links) und Eldin Celebic (2. von rechts) schauen interessiert zu. Foto: Bastian Becker

Die Spieler von Viktoria Heiden schauten sich nach dem Abpfiff des Landesliga-Spiels beim VfL Senden ungläubig an. Einer sprach aus, was vermutlich viele dachten: „Keiner weiß, wie wir hier gewonnen haben.“ Am Ende geht es eben vor allem um Tore. Markus Seyer köpfte sieben Minuten vor Schluss nach einer Flanke von links freistehend aus elf Metern zum einzigen Treffer der Begegnung ein.

Fast über die kompletten 90 Minuten hatte aber Senden die Begegnung dominiert, dementsprechend bedient war VfL-Trainer André Bertelsbeck nach der Niederlage: „Das ist natürlich sehr deprimierend, so ein Spiel zu verlieren, in dem man 80, 85 Prozent Ballbesitz hat.“ Vor allem vor der Pause hatte Senden das Geschehen vollkommen im Griff, große Chancen blieben aber Mangelware. Viele Pässe in die Spitze gerieten auf dem nassen Kunstrasen zu ungenau. Die beste Gelegenheit vergab Mittelstürmer Rabah Abed , der nach gutem Chippass von Eldin Celebic den Ball nicht am Torwart vorbei bekam.

Offenere Partie nach dem Seitenwechsel

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener, eine Chance für Florian Kaling nach Zuspiel von Abed machte deutlich, dass Senden zielgerichteter nach vorne agieren wollte. Dabei ging allerdings die defensive Stabilität etwas verloren. Heiden, zuvor nur selten mit Ball in der Sendener Hälfte, kam auf einmal zum Abschluss und traf aus 16 Metern die Latte.

Ein Versuch aus der Distanz von Joshua Dabrowski, mit dem Heidens Torwart Probleme hatte, leitete nach 65 Minuten einen VfL-Chancenreigen ein. Felix Bernings Schuss wurde pariert, Kaling zielte nach einem Eckball zu hoch. Der eingewechselte Armen Tahiri hatte den Ball nach Dabrowski-Pass schon über den Torwart gehoben, aber ein Verteidiger kratzte den Ball gerade noch von der Linie. Wenig später fiel das Tor des Tages auf der anderen Seite.

„Die erste Halbzeit war richtig ordentlich, nach der Pause hatten wir einen kleinen Hänger. Wir müssen in Führung gehen, dann läuft es anders“, so Bertelsbecks Fazit.

VfL : Brückner – Celebic, Reickert (61. Tahiri), Reckmann, Schrader – Da­browski, Schulte Althoff – Kaling, Berning, Castelle (17. Keßler) – Abed. Tor : 0:1 Seyer (83.). Beste Spieler : Schulte Althoff, Reckmann.

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