Volleyball: Regionalliga
Erfolg ist relativ – ASV-Coach Grote schaut nicht auf die Tabelle

Senden -

Dieser Weg wird kein leichter sein. Drittligaabsteiger ASV Senden zahlt nach dem Radikalumbruch im Sommer bis dato kräftig Lehrgeld. Oliver Grote macht die Arbeit im Sportpark trotzdem Spaß, wie der Neu-Coach im Interview beteuert.

Mittwoch, 02.10.2019, 20:49 Uhr
Gibt an der Seitenlinie alles: der neue ASV-Coach Oliver Grote.
Gibt an der Seitenlinie alles: der neue ASV-Coach Oliver Grote. Foto: mast

Am Samstag, 19 Uhr, haben die Regionalliga-Volleyballerinnen des ASV Senden die Reserve des Zweitliga-Spitzenreiters TSV Bayer Leverkusen zu Gast. Wieso ihn die nackten Ergebnisse nur bedingt interessieren, hat ASV-Coach Oliver Grote unserem Redaktionsmitglied Florian Levenig verraten.

Zwei Spiele, null Punkte: Haben Sie es schon bereut, den Trainerjob in Senden übernommen zu haben?

Grote: Keine Sekunde. Und das wäre selbst im Falle einer weiteren Niederlage der Fall. Verein, Mannschaft und auch ich wussten ja, worauf wir uns einlassen.

Gehen die ganz jungen Spielerinnen auch so gelassen mit der Situation um?

Grote: Zumindest versuchen wir, ihnen dieses Gefühl zu vermitteln. Natürlich wird das nicht funktionieren, sollten die Punkte dauerhaft ausbleiben. Wobei ich Erfolg in unserer Lage nicht auf gute Satzergebnisse reduziere. Wir waren in Langenfeld schon deutlich besser als gegen Düsseldorf. Auch das ist ein Erfolg.

Viele ASV-Spielerinnen waren in der Vorsaison in der Verbandsliga aktiv. Was müssen sie zwei Klassen höher anders machen?

Grote: Sie müssen an Handlungsschnelligkeit zulegen, unter größerem Druck die richtigen Entscheidungen treffen. Und sie müssen sich auf die deutlich schärferen Angaben einstellen.

Die größte Baustelle ist aber die Annahme.

Grote: Richtig. Daran werden wir noch ein Weilchen feilen müssen. Ohne stabile Annahme kannst du nicht vernünftig angreifen. Aber auch in dem Punkt war in Langenfeld ein Fortschritt erkennbar.

Jetzt kommt Leverkusen. Der Blick auf die Tabelle verheißt nichts Gutes.

Grote: Natürlich sind wir nicht der Favorit, Bayer hat beide Partien gewonnen. Aber sollten wir uns am Samstag ein weiteres Mal steigern, bin ich mit Sicherheit nicht unzufrieden – egal, wie das Match ausgeht. Es kommen auch noch Teams, die eher unsere Kragenweite haben.

Wer fehlt am Samstag?

Grote: Julia Bock ist immer noch verletzt, Pauline Bürse weilt im Urlaub.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6974983?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35339%2F
Nachrichten-Ticker