Fußball: Frauen-Kreispokal
VfL Senden schnuppert an Pokalsensation

Senden -

80 Minuten lang durften die Bezirksliga-Frauen des VfL Senden in Runde zwei des Kreispokals vom großen Coup träumen. Dass Cup-Verteidiger Wacker Mecklenbeck am Ende doch noch mit 3:2 (1:2) gewann, hatte der Westfalenligist vor allem einer Spielerin zu verdanken.

Montag, 07.10.2019, 18:47 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 15:12 Uhr
Die Sendenerinnen – v.l.: Andrea Vollmer, Vanessa Piepenbreier, Marie Kunstleben, Linda Tenholt (verdeckt) und Mia Beck – ließen den haushohen Favoriten nur selten zur Entfaltung kommen.
Die Sendenerinnen – v.l.: Andrea Vollmer, Vanessa Piepenbreier, Marie Kunstleben, Linda Tenholt (verdeckt) und Mia Beck – ließen den haushohen Favoriten nur selten zur Entfaltung kommen. Foto: flo

Die Verhältnisse waren ja grundsätzlich schon im Vorfeld des Kreispokal-Achtelfinales klar. Hier der personell gebeutelte Bezirksligist VfL Senden . Dort der Westfalenligist und Cup-Verteidiger Wacker Mecklenbeck , der in der Woche noch den Herforder SV (Regionalliga) aus dem Pokalwettbewerb auf Verbandsebene gekegelt hatte. Doch der haushohe Favorit traf auf deutlich mehr Widerstand als gedacht. Erst das späte dritte Tor von Matchwinnerin Luisa Faber brachte die Entscheidung.

Wacker war zwar klar tonangebend, baute das Spiel auch mit vielen Pässen gut auf und kombinierte sicher. Senden aber agierte sehr diszipliniert, ließ den Gästen nur wenig Raum und führte die Zweikämpfe engagiert. Häufiger als gedacht stoppten die Gastgeberinnen den Gegner noch vor dem Strafraum und setzten ihrerseits zu Kontern an. Auf der anderen Seite hatte der VfL das ein oder andere Mal Glück, dass Mecklenbeck seine Chancen nicht effektiver nutzte.

Gräfe und Tenholt treffen

Nach einer halben Stunde dann die Überraschung: Nach einem Einwurf landete ein eher verunglückter Schuss von Andrea Vollmer bei Lorena Gräfe, die den Ball ins lange Eck schob. Wacker wirkte kurz konsterniert, glich aber in der 42. Minute durch Faber aus. Allerdings besorgte noch vor dem Wechsel Linda Tenholt die erneute Sendener Führung. Sie selbst hatte den Bilderbuch-Konter eingeleitet und verwertete Gräfes passgenaue Flanke. So ging es mit der überraschenden Führung in die Pause.

Wacker kam mit Dampf aus der Kabine. Nach einer Ecke bekam Sarah Böcker den Ball aus kurzer Distanz an die Hand. Der Schiri entschied auf Elfmeter, den erneut Faber verwandelte (50.). Es dauerte jedoch bis zur 80. Minute, ehe der Siegtreffer fiel, Fabers satter Schuss landete im langen Eck. Bis dahin hatte die Elf von Annika Scheunemann weiter bissig verteidigt und nur wenig zugelassen. Die einzig brenzligen Szenen gab es nach ruhenden Bällen.

„Letztendlich war es natürlich ein verdienter Sieg für Mecklenbeck. Aber wir hatten uns vorgenommen, das zwei Ligen höher spielende Team zumindest zu ärgern, was uns aufgrund einer sehr disziplinierten Leistung auch gelungen ist“, so das Fazit der Sendener Trainerin.

VfL: Kaesler – Böcker, Beckensträter, Schemmelmann – Beck, Kunstleben – Gräfe, Vollmer, Piepenbreier, Gaszek – Tenholt.

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