Futsal: Quereinsteiger
Hand und Fuß – Clausing jetzt beim UFC Münster

Senden -

Johannes Clausing, früher ASV Senden, war mal ein überaus begabter Handballer. Inzwischen ist der 27-Jährige ähnlich erfolgreich beim UFC Münster unterwegs. Die Parallelen sind verblüffend.

Montag, 21.10.2019, 18:31 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 18:40 Uhr
Einst ein exzellenter Handballer, inzwischen – auf demselben Parkett – beim Futsal erfolgreich: der Sendener Johannes Clausing.
Einst ein exzellenter Handballer, inzwischen – auf demselben Parkett – beim Futsal erfolgreich: der Sendener Johannes Clausing. Foto: UFC/von Coelln

Selbst Fußball und Futsal sind, nun ja, zwei verschiedene Paar Schuhe. Man fragt sich also, wie man als ehemaliger Handballer allen Ernstes zu dieser so komplexen Variante des Hallen-Kicks findet. „Kommt immer auf die jeweiligen Mitbewohner an“, lacht Johannes Clausing . Im Ernst: Weil der 27-Jährige „nicht Mama in Senden auf der Tasche liegen wollte“, hat er sich an seinem Studienort Münster nach einer WG umgeschaut. In der wohnten zufällig Moritz Auth und Kathrin Klimas. Beide spielen beim örtlichen UFC Futsal, nahmen Clausing vor knapp zwei Jahren „mal mit zum unverbindlichen Training“ – und der Rest ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Binnen kürzester Zeit schaffte es der Mann aus der Stevergemeinde zur Stammkraft in der Regionalliga, aktuell die höchste deutsche Spielklasse.

HBL in Dormagen

Mit höchsten deutschen Spielklassen kennt sich der Student aus, in seinem ersten Sportlerleben hat er es, als Linksaußen des DHC Rheinland, einst in die „stärkste Liga der Welt“ geschafft. Clausing hatte, natürlich, die gute Ausbildung beim ASV Senden genossen, für den er im Frühjahr 2017 ein Kurz-Comeback gab. Danach war dieses Kapitel zu Ende. Weil dem Rechtshänder erstens langwierige Schulterprobleme zusetzen. Und weil es zweitens „nicht ganz einfach ist, sich für einen Einsatz in der fünften Liga zu motivieren, wenn du mal in die erste reingeschnuppert hast“.

Clausing gehört zu den Menschen, die sich einer Sache mit Haut und Haaren verschreiben – oder sie lieber gleich lassen. Dass er nach so kurzer Zeit davon träumt, „irgendwann mal mit dem UFC oder einem anderen Verein um die Deutsche Meisterschaft zu spielen“, scheint da nur konsequent. Zumal ihm Klubchef Georg von Coelln gar den Sprung ins Nationalteam zutraut: „Johannes hat eine unfassbare Dynamik, mit der er technische Defizite locker wettmacht.“ Dass er kein wendiger Trickser mit südamerikanischer Körperbeherrschung ist, weiß Clausing selbst. Jedoch: „Ich kann gut verteidigen, schnell kontern und habe einen brauchbaren Abschluss.“

Erstaunliche Parallelen

Alles übrigens Dinge, die er vom Handball mitbringe. Und es gebe weitere Parallelen. Das Feld, die Tore: „Wenn man mit den Abmessungen des Spielfelds vertraut ist, hilft das enorm.“ Aber da sei noch etwas: Letztens, beim 7:6 des Universitäts-Futsal-Clubs über den amtierenden Meister Sennestadt, traf Clausing vier Mal. Es war sein bis dato wohl bester Auftritt im UFC-Dress. Auch das kennt der Seiteneinsteiger von früher: „Wenn es damals mit dem DHC gegen Kaliber wie Flensburg ging, dann hast du automatisch die paar Prozent mehr rausgekitzelt.“

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