Fußball: U 19-Bezirksliga 1
VfL Senden vs. SV Herbern – Torspektakel nicht ausgeschlossen

Senden -

Am Sonntag, 10.30 Uhr, hat der VfL Senden den SV Herbern zu Gast. Es ist – in jeder Hinsicht – ein Nachbarschaftsduell. Was man schon vorher sagen kann: Die Zuschauer werden ihr Kommen kaum bereuen.

Freitag, 13.12.2019, 19:30 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 20:02 Uhr
Im Derby am Sonntagvormittag nur Zuschauer: Sendens verletzter Offensivmann Excose Ndosa (l.).
Im Derby am Sonntagvormittag nur Zuschauer: Sendens verletzter Offensivmann Excose Ndosa (l.). Foto: Christian Arends

Das größte Kopfzerbrechen bereitet Simeon Uhlenbrock , U 19-Coach des SV Herbern: die Uhrzeit. Mehr als einmal in der laufenden Spielzeit habe seine Elf die Anfangsphase „verpennt“. Da das U 19-Bezirksliga-Derby beim VfL Senden am Sonntag bereits um 10.30 Uhr beginnt, sei also nicht garantiert, dass seine Schützlinge allesamt ausgeschlafen sind. Genau das müssen sie laut Uhlenbrock aber sein: „Wenn wir nicht von der ersten Minute an hellwach sind, kann das für uns böse enden.“ Die Sendener seien ja nicht nur der Top-Meisterschaftsfavorit, sondern auch als Schnellstarter bekannt.

VfL-Coach Phillipp Roberg treibt genau die entgegengesetzte Sorge um: „Dass wir nicht wieder zu früh abschalten.“ Die Zügel im Gefühl des scheinbar sicheren Sieges schleifen lassen: Darauf verstünden sich seine Mannen fast so gut wie aufs Fußballspielen. Jüngstes Beispiel: das 2:2 nach 2:0-Führung in Gescher.

Pokalspiel bedingt aussagekräftig

Wobei Sendens Trainer die Blau-Gelben keinesfalls mit dem Vorletzten vergleichen mag: „Herbern darf man – wie Dorsten und Lotte – im Titelrennen nicht vorschnell abschreiben.“ Mit einem Sieg würde Herbern (17 Punkte) zum Nachbarn (20) aufschließen. Mehr Punkte hat aktuell nur Warendorf (21). Auch sei, betont Roberg, das 5:1 in Herbern im Pokal kein Fingerzeig. Im Gegenteil: „Herbern wird extra motiviert sein – und alles dafür tun, diese Scharte auszuwetzen.“

Uhlenbrock sieht das nicht viel anders: „Natürlich wären wir gern weitergekommen. Aber der Kreispokal hatte für uns nie Vorrang. Außerdem waren wir personell geschwächt. Und wenn du dann nach zehn Minuten mit 0:2 zurückliegst, dann ist das Match eh gelaufen.“ Der SVH-Coach denkt da lieber an das Aufeinandertreffen in der Vorsaison im Sportpark zurück: „Da war richtig Feuer drin.“ Zwar verlor seine Elf auch dieses Match mit 2:3, weil Bruno Geister in den Schlussminuten doppelt für die Gastgeber traf. Aber: „Da haben wir uns besser verkauft als zuletzt in den Heimspielen gegen Senden.“

Torreich, da ist sich Uhlenbrock sicher, werde es in jedem Fall wieder, da „beide Mannschaften ihre Stärken in der Offensive haben. Eine Nullnummer kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“ Ebenfalls gesetzt: ein würdiger Rahmen. Da die Senioren bereits Pause haben, dürften beide Lager (noch) mehr Fans mobilisieren als sonst.

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