Reiten: Festhallenturnier
Keine Kampfansagen – Jil-Marielle Becks und Satelite in Frankfurt

Ottmarsbocholt -

Jil-Marielle Becks und Damon‘s Satelite NRW starten ab Freitag beim Jahresfinale in Frankfurt. Fünf-Sterne-Niveau: Das ist nicht nur für die Veranstalter ein Novum, sondern auch für die Ottmarsbocholterin. Entsprechend zurückhaltend formuliert sie ihre Ziele.

Mittwoch, 18.12.2019, 20:30 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 15:49 Uhr
Beim traditionellen Jahresabschluss der Top-Reiter in Frankfurt am Start: Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite NRW.
Beim traditionellen Jahresabschluss der Top-Reiter in Frankfurt am Start: Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite NRW. Foto: flo

Es ist nicht das erste Mal, dass Jil-Marielle Becks (RV Lüdinghausen) und Damon’s Satelite NRW am Festhallenturnier in Frankfurt, traditionell der Jahresabschluss der Top-Reiter, teilnimmt. Vor drei Jahren war das Paar beim Finale um den Nürnberger Burg-Pokal an gleicher Stelle im Einsatz. Und doch ist es in gewisser Hinsicht eine Premiere. Die Aufgabe 2016 war nicht annähernd so schwer wie das, was die junge Ottmarsbocholterin und ihren elfjährigen Westfallenwallach am Freitag (Grand Prix) und tags darauf (Grand Prix Spécial) in der Main-Metropole erwartet. Beide Wettkämpfe sind als Fünf-Sterne-Prüfungen ausgewiesen, mehr geht nicht im Dressursport.

Ganz schön viele Olympia-Goldmedaillen

Vier Sterne waren bis dato für Becks und Satelite das Maximum. In den Lektionen an sich gebe es keinen Unterschied, „aber die Richter schauen noch genauer hin“. Netter Nebeneffekt: Mit jedem Stern nehme auch das Preisgeld zu – „aber natürlich nur, wenn wir uns platzieren“. Was insofern schwer genug werden dürfte, da alles, was in der Szene Rang und Namen hat, in Frankfurt am Start ist. Allein aus Deutschland sind Isabell Werth, Helen Langehanenberg, Ingrid Klimke, Dorothee Schneider und Hubertus Schmidt am Start. Da kommen ganz schön viele Olympia-Goldmedaillen zusammen.

Weshalb die 22-Jährige sich vor kernigen Kampfansagen hütet: „Wir wollen uns im Vergleich zu Stuttgart verbessern. Aber nicht mit Blick auf das Klassement oder irgendeine Prozentzahl. Es geht vor allem darum, das, was daheim im Training schon super klappt, zum Beispiel das Piaffieren, im Viereck zu bestätigen.“ Beim German Masters hatte das Erfolgsduo im Grand Prix unter ähnlich starken Wettbewerbern den siebten Rang belegt.

Das Flair in Frankfurt sei ein ganz besonderes, so Becks. Die mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückte Festhalle berge allerdings auch Risiken: „Für die Pferde gibt es da viel zu entdecken.“ Wobei: „Satelite lässt sich in der Regel nicht so schnell ablenken. Sein Problem ist eher, dass er manches Mal zu sehr in sich gekehrt ist. Dass ihm – anders als unter freiem Himmel – noch das nötige Selbstbewusstsein fehlt.“

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