Fußball: Landesliga 4
André Bertelsbeck: „Bin doch kein Lügner“

André Bertelsbeck, Ex-Coach des VfL Senden, wehrt sich gegen den Vorwurf in einer Pressemitteilung des Vereins, er habe nach dem Rauswurf die Unwahrheit erzählt. Im Vorstand rumort es weiter.

Montag, 23.12.2019, 18:51 Uhr aktualisiert: 25.12.2019, 19:26 Uhr
Wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe die Unwahrheit erzählt: An­dré Bertelsbeck (l.), hier mit Torwarttrainer Christian Balke.
Wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe die Unwahrheit erzählt: An­dré Bertelsbeck (l.), hier mit Torwarttrainer Christian Balke. Foto: flo

Nachzukarten, beteuert André Bertelsbeck , sei seine Sache nicht. Weil er aber in einer Pressemitteilung des VfL Senden ( WN , 19. Dezember) indirekt der Lüge bezichtigt worden sei, bleibe ihm keine andere Wahl, als die Dinge richtigzustellen, so der in der Vorwoche geschasste Coach des hiesigen Landesligisten.

Dass Taylan Berik, der sportliche Leiter, ihn bereits am 15. Oktober darüber unterrichtet habe, seinen Co-Trainer und Vertrauten Andreas Bopp durch Rabah Abed zu ersetzen, sei komplett falsch: „Es gab erst drei Tage später, am 18. Oktober, ein Treffen mit drei Vorstandsmitgliedern. An jenem Abend habe ich Herrn Berik, Gerd Buchholz und Michael Matte mitgeteilt, dass ich deren Wunsch, Rabah Abed als Assistenten zu installieren, nicht teile. Ich habe überhaupt kein Problem mit Rabah, wollte aber jemanden neben mir auf der Bank sitzen haben und keinen spielenden Co-Trainer. Eine Entscheidung haben wir dann vertagt.“ Umso überraschter sei er, Bertelsbeck, gewesen, als der sportliche Leiter und Klub-Vize am 22. Oktober Abed der Mannschaft als Co-Coach präsentierte – „ohne mir vorher ein Wort davon zu sagen“.

Auch dass Bopp bereits Ende September über die bevorstehende Ablösung in Kenntnis gesetzt worden sei, entspreche nicht der Wahrheit: „Sonst wäre Andreas ja kaum vier Wochen später mit nach Gemen gefahren. Erst nach jenem Auswärtsspiel hat Herr Buchholz ihm die Entscheidung in einem persönlichen Gespräch übermittelt.“

Unterdessen hat die VfL-Spitze am Montagabend kurzfristig eine Vorstandssitzung einberufen, um über die jüngsten Vorkommnisse, die so hohe Wellen schlugen, zu beraten. Ob es dort weitere personelle Konsequenzen gab, stand bei Redaktionsschluss nicht fest.

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