Fußball: Champions-Cup
Titelverteidiger VfL Senden ist wieder Außenseiter

Senden -

Die U 17-Fußballer des VfL Senden gewannen im Januar 2019 das heimische Turnier. Bei der Neuauflage sind sie dennoch klarer Außenseiter.

Montag, 30.12.2019, 12:00 Uhr
Völlig überraschend gewannen die B-Junioren von Gastgeber VfL den Forum-Optik-Champions-Cup im Januar 2019
Völlig überraschend gewannen die B-Junioren von Gastgeber VfL den Forum-Optik-Champions-Cup im Januar 2019 Foto: Simon Walters

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, meinte Trainer Phillipp Roberg nach dem fast schon sensationellen Turniersieg seiner Sendener U 17 beim heimischen Forum-Optik-Champions-Cup-Finale im Januar 2019. Gastgeber VfL, damals noch Leistungsligist auf Kreisebene, war als klarer Außenseiter in das eigene Turnier gegangen, hatte sich dann aber immer mehr gesteigert. Das Halbfinale gewann er knapp gegen die Westfalenliga-U16 des SC Paderborn und das Endspiel gegen die ebenfalls hochfavorisierten B-Junioren des TSV Marl-Hüls – mit 7:1.

Inzwischen kickt die U 17 des VfL Senden in der Bezirksliga . Dennoch sind die Gastgeber erneut, wie schon ein Jahr zuvor, klarer Außenseiter, wenn sie am kommenden Sonntag (5. Januar, Ankick um 9.15 Uhr) erneut in die Neue Halle bitten. Zum einen ist das Traditionsturnier erneut hochklassig besetzt, mit Teams unter anderem aus der Verbandsliga. Zum anderen sind die besten Sendener Knipser des Vorjahres, Torschützenkönig Bruno Geister und Niklas Castelle, mittlerweile zu den A-Junioren gewechselt. Das Positive: Die Blau-Weißen, die inzwischen von Joachim Schubert und Co-Trainer Uwe Leifken gecoacht werden, können ohne jeden Druck in das eigene Turnier gehen.

Das Abschneiden der eigenen Mannschaft ist für Christian Arends , Jugendvorstand des VfL Senden und Mitorganisator des Champion-Cups, ohnehin nicht das Allerwichtigste. Für ihn zählen noch mehr das spielerische Niveau und der gegenseitige Respekt auf dem Parkett: „Wer schon mal dabei war, weiß, welche sportliche Qualität die Mannschaften haben. Auch waren es bisher immer faire Turniere. Es geht immer sehr harmonisch zu.“

Wer schon mal dabei war, weiß, welche sportliche Qualität die Mannschaften haben.

Turnier-Mitorganisator Christian Arends

Dass der VfL Jahr für Jahr hochklassige Nachwuchsmannschaften teils aus Ostwestfalen und dem Rheinland nach Senden locken kann, liege aber nicht ausschließlich an der Atmosphäre und sicheren Aussicht, sich mit Teams auf Augenhöhe messen zu können. „Das Teilnehmerfeld kommt auch über persönliche Kontakte zustande“, plaudert Arends aus dem Nähkästchen. „Vielleicht liegt es auch an der Art der Einladung. Ich schreibe die Trainer immer persönlich an.“

Geändert hat sich in diesem Jahr der Turniermodus. Gespielt wird nun, statt wie bisher über zwölf, nun nur noch über jeweils zehn Minuten. Was vor allem an der erhöhten Teilnehmerzahl liegt: Bislang gingen zwölf Teams in drei Vierergruppen an den Start, nun sind es 15 Mannschaften, die sich zunächst in drei Fünfergruppen beweisen müssen – nur die jeweils zwei besten schaffen es in die Zwischenrunde.

In Gruppe 1 bekommt es der VfL Senden mit den Sportfreunden Troisdorf (ebenfalls Bezirksliga), mit Verbandsligist TuS BW Lohne, Landesligist Borussia Drösche und dem A-Ligisten TuS Haltern zu tun. In der zweiten Gruppe trifft der Bonner SC (Verbandsliga) auf die Landesligisten Hammer SpVg und SuS Stadtlohn, den Bezirksligisten 1. JFS Köln sowie den A-Ligisten TuS Hiltrup. Gruppe 3 umfasst den Verbandsligisten 1. FC Mönchengladbach, Landesligist SpVg Brakel, Bezirksligist SC Weitmar, ein Mixed-Team des 1. FC Gievenbeck (Landes- beziehungsweise A-Liga) und den VfB Hüls, Ligakonkurrent des VfL Senden.

Der Erlös des Champions-Cups kommt wieder dem Roten Keil zugute.

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