Fußball: Davertpokal
Konzentration aufs Wesentliche – Rabah Abed gibt Trainer-Einstand

Ascheberg -

Etwas ist anders diesmal in Ascheberg. Rabah Abed (VfL Senden), sonst zuverlässiger Knipser des hiesigen Landesligisten, will sich ganz aufs Coachen beschränken. Tore könnten auch andere schießen, glaubt der 36-Jährige.

Freitag, 03.01.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 22:52 Uhr
In den Vorjahren immer für Tore gut: Rabah Abed.
In den Vorjahren immer für Tore gut: Rabah Abed. Foto: flo

Ob er nicht doch sicherheitshalber die Fußballtreter einpacke? Für den Fall, dass sein Team zurückliegt und auf die Schnelle ein Knipser her muss? „Nein“, erklärt Rabah Abed . Der Plan sei, „dass ich mich aufs Coachen beschränke. So schwer mir das vielleicht fallen wird. Andere sollen ihre Chance bekommen. Gerade jene, die in der Meisterschaft etwas hintendran waren.“

Ziemlich sicher sogar wird es ihm schwerfallen, diesem Vollblutstürmer, der nach dem Rausschmiss von André Bertelsbeck kurz vor Weihnachten vom spielenden Co- zum Cheftrainer des Landesligisten VfL Senden befördert wurde. Beim Davertpokal feiert Abed diesbezüglich seine Premiere. In der Rückrunde wird der 36-Jährige dagegen weiter auf dem Feld gebraucht. Wer ihn dabei von außen unterstützt, sei noch offen. Taylan Berik, der sportliche Leiter, und er suchten nach einer Lösung.

Ziel: Halbfinale – mindestens

Die Trainer-Feuertaufe also in Ascheberg, heute trifft der VfL in Gruppe D auf die A-Ligisten Fortuna Seppenrade und SG Selm sowie den Top-Bezirksligisten FC Nordkirchen. Fürwahr keine Laufkundschaft, trotzdem sei das Ziel klar umrissen: „Wir wollen ins Halbfinale. Mindestens.“ Schließlich war Senden dort in den vergangenen Jahren Dauergast, zwischen 2015 und 2018 scheiterte das Team jeweils erst im Finale – auch weil Abed so zuverlässig traf. Wer jetzt die Tore schießen soll? „Ach, da gibt es genug Kandidaten.“ Felix Berning, Joshua Dabrowski, Hendrik Heubrock, der junge Tim Castelle: Sie alle seien für Buden gut.

Passen müssen nur die angeschlagenen Jan Reickert, Patrick Reckmann und Florian Kaling. Abed hofft derweil, dass nach den Schlagzeilen der vergangenen Wochen „wieder ein bisschen Normalität einkehrt und wir uns auf das Wesentliche, den Sport, konzentrieren“.

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